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Angemessenes, adäquates Honorar für hochwertige Leistungen

Ein Zahnarzt darf den bestmöglichen Standard anbieten und diesen über sein Honorar abrechnen. Soweit hierfür Steigerungsfaktoren von über 3,5 angesetzt werden, ist höchster Standard angebracht. Vorgesetzt wird, dass eine wirksame Gebührenvereinbarung in schriftlicher Form - § 2 GOZ - vor der Leistungserbringung zwischen Zahnarzt und Zahlungspflichtigem geschlossen worden ist.

Das Urteil

Das Amtsgericht Düsseldorf hat in einer aktuellen Entscheidung festgestellt, dass ? solange die Relation zur Qualität der zahnärztlichen Leistungen besteht - durchaus auch ein 8,2-facher Steigerungsfaktor angemessen sein kann. In seinen Entscheidungsgründen zu seinem Urteil vom 25.06.2015 (Az. 27 C 9542/13) führt das Gericht aus:?Der Inhalt der Vereinbarung steht auch nicht in einem auffälligen Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung und verstößt deswegen nicht gegen § 138 Abs. 1 BGB. Die Darlegungs- und Beweislast für die Unangemessenheit des Honorars und die Überschreitung der Grenzen der §§ 138 Abs. 1 BGB i.V.m. § 192 VVG trägt die Beklagte (Anm. der Verf. = Private Krankenversicherung). Die Beklagte hat keine Tatsachen dargetan, aus denen sich ein gravierendes Missverhältnis des vereinbarten Honorars zum üblichen Marktpreis für Qualität der Ausführung vergleichbare Leistungen ergibt. ? Zwar überschreiten die vereinbarten Steigerungssätze für viele Gebührenpositionen den ohne Abschluss einer Honorarvereinbarung höchstens zulässigen 3,5-fachen Steigerungssatz um das Doppelte bzw. mehr als das Doppelte [?]  Es steht aber im Einklang mit der GOZ, dass der 3,5fache Satz überschritten werden darf, weil ein Zahnarzt seinen Praxisbetrieb nicht zwingend an einer kostengünstigen Behandlung ausrichten muss, sondern auch darum bemüht sein darf, hinsichtlich der Präzision und Qualität seiner Leistungen den jeweils bestmöglichen Standard der gegenwärtigen zahnmedizinischen Wissenschaft zu gewährleisten [?]?

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