Abrechnung Zahnmedizin
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Teil 5: Versorgung mit Zahnersatz und Kronen

    In diesem Teil nicht aufgeführte Leistungen können nach den anderen Teilen abgerechnet werden.

    18

    Vorbereiten eines endodontisch behandelten Zahnes zur Aufnahme einer Krone, mit Verankerung im Wurzelkanal,

     

     

    a) durch einen konfektionierten Stift- oder Schraubenaufbau, einzeitig

    50

     

    b) durch einen gegossenen Stiftaufbau, zweizeitig

    80

    1. Eine Leistung nach Nr. 18 kann nur einmal je Zahn abgerechnet werden.

    2. Neben einer Leistung nach der Nr. 18a können Leistungen nach den Nrn. 13a oder b und 13e oder f für das Vorbereiten eines zerstörten Zahnes zur Aufnahme einer Krone abgerechnet werden.

    3. Eine Leistung nach Nr. 18 kann nur in Verbindung mit den Nrn. 20 und 91 abgerechnet werden. Ausnahmen sind zu begründen.

    4. Eine Leistung nach Nr. 18 kann, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, abgerechnet werden, auch wenn sie im Heil- und Kostenplan in der Gebührenvorausberechnung nicht angegeben war.

    19

    Schutz eines beschliffenen Zahnes und Sicherung der Kaufunktion durch eine provisorische Krone oder provisorischer Ersatz eines fehlenden Zahnes durch ein Brückenglied

    19

    1. Leistungen nach den Nrn. 19 und 21 können höchstens zweimal je Zahn abgerechnet werden. Im Heil- und Kostenplan können sie in der Gebührenvorausberechnung je Zahn nur einmal angesetzt werden.

    2. Neben Leistungen nach den Nrn. 19 und 21 ist eine Leistung nach Nr. 23 für das Entfernen des provisorischen Schutzes nicht abrechnungsfähig. Dies gilt nicht für das Entfernen eines provisorischen Schutzes, der wie bei einer definitiven Versorgung fest einzementiert werden musste.

    3. Für die provisorische Versorgung nach den Nrn. 19 und 21 ist grundsätzlich ein im direkten Verfahren hergestelltes Provisorium ausreichend.

    4. Provisorische Versorgungen in den vom Bundesausschuss der Zahnärzte und Krankenkassen festgelegten Ausnahmefällen gem. § 30 Abs. 1 Satz 5 SGB V sind nach der Nr. 19 abrechnungsfähig und bei der Abrechnung als Nr. 19 i zu kennzeichnen.

    20

    Versorgung eines Einzelzahnes durch

     

     

    a) eine metallische Vollkrone

    148

     

    b) eine vestibulär verblendete Verblendkrone

    158

     

    c) eine metallische Teilkrone

    187

    Mit einer Leistung nach Nr. 20 sind folgende Leistungen abgegolten: Präparation, ggf. Farbbestimmung, Bissnahme, Abdrucknahme, Einprobe, Einzementieren, Kontrolle und Adjustierung der statischen und dynamischen Okklusion

    1. Einzelkronen als Schutz- und Stützkronen sind nach Nr. 20 abzurechnen.

    2. Einzelkronen auf Implantaten sind in den vom Bundesausschuss der Zahnärzte und Krankenkassen festgelegten Ausnahmefällen gem. § 30 Abs. 1 Satz 5 SGB V analog nach den Nrn. 20a/20b abrechnungsfähig und bei der Abrechnung mit i zu kennzeichnen.

    3. Die Präparation einer Teilkrone erfordert die Überkupplung aller Höcker eines Zahnes. Die Präparation einer Teilkrone ist überwiegend supragingival und bedeckt die gesamte Kaufläche und somit sämtliche Höcker.

    21

    Schutz eines beschliffenen Zahnes und Sicherung der Kaufunktion durch eine provisorische Krone mit Stiftverankerung

    28

    1. Leistungen nach den Nrn. 19 und 21 können höchstens zweimal je Zahn abgerechnet werden. Im Heil- und Kostenplan können sie in der Gebührenvorausberechnung je Zahn nur einmal angesetzt werden.

    2. Neben Leistungen nach den Nrn. 19 und 21 ist eine Leistung nach Nr. 23 für das Entfernen des provisorischen Schutzes nicht berechnungsfähig. Dies gilt nicht für das Entfernen eines provisorischen Schutzes, der wie bei einer definitiven Versorgung fest einzementiert werden musste.

    3. Für die provisorische Versorgung nach den Nrn. 19 und 21 ist grundsätzlich ein im direkten Verfahren hergestelltes Provisorium ausreichend.

    22

    Teilleistungen bei nicht vollendeten Leistungen nach den Nrn. 18 und 20:

     

     

    Präparation eines Zahnes:

    Halbe Bew.-Zahl nach Nr. 20 oder Nr. 18

     

    weitere Maßnahmen:

    Dreiviertel der Bew.-Zahl nach Nr. 20

     

    gegebenenfalls:

    Bew.-Zahl nach Nr. 18

    Genehmigte Heil- und Kostenpläne, auf denen Teilleistungen (Nrn. 22, 94a, 94b, 99) und Leistungen nach der Nr. 7b ohne das Hinzutreten weiterer Leistungen abgerechnet werden, macht der Zahnarzt bei seiner Abrechnung besonders kenntlich. Soweit der Zahnarzt erklären kann, warum es nicht zur Vollendung der vorgesehenen Leistungen gekommen ist, vermerkt er dies auf dem Heil- und Kostenplan. Die KZV rechnet diese Heil- und Kostenpläne gesondert ab.

    24

    Maßnahmen zur Wiederherstellung der Funktion von Kronen

     

     

    a) Wiedereinsetzen einer Krone oder dergleichen

    25

     

    b) Erneuerung oder Wiedereinsetzen einer Facette, einer Verblendschale oder dergleichen

    43

     

    c) Abnahme und Wiederbefestigung einer provisorischen Krone nach der Nr. 19 oder 21

    7

    1. Eine Leistung nach 24 c kann höchstens dreimal je Krone abgerechnet werden. Im Heil- und Kostenplan kann sie in der Gebührenvorausberechnung nicht angesetzt werden.

    2. Maßnahmen zur Wiederherstellung der Funktion von Einzelkronen auf Implantaten sind in den vom Bundesausschuss der Zahnärzte und Krankenkassen festgelegten Ausnahmefällen gem. § 30 Abs. 1 Satz 5 SGB V nach Nrn. 24 a, 24 b und 24 c abrechnungsfähig und bei der Abrechnung als Nr. 24 a i, 24 b i und Nr. 24 c i zu kennzeichnen.

    89

    Beseitigung grober Artikulations- und Okklusionsstörungen vor Eingliederung von Prothesen und Brücken

    16

    Eine Leistung nach Nr. 89 kann nur einmal je Heil- und Kostenplan abgerech-net werden. Sie kann nicht für das Einschleifen zur Aufnahme von Halte- und Stützvorrichtungen abgerechnet werden. Sie kann auch neben Leistungen nach den Nrn. 91 und 92 abgerechnet werden.

    90

    Versorgung eines Zahnes durch eine Wurzelstiftkappe mit Verankerung im Wurzelkanal mit Kugelknopfanker

    154

    Mit einer Leistung nach der Nr. 90 sind folgende Leistungen abgegolten: Präparation der Kavität, Abformung, Einprobe, Einzementieren.

    Eine Leistung nach der Nr. 90 ist nur im Zusammenhang mit der Eingliederung einer totalen Prothese oder Cover-denture-Prothese bei einem Restzahnbestand von bis zu drei Zähnen je Kiefer abrechnungsfähig.

    91

    Versorgung eines Lückengebisses durch eine Brücke, auch bei Verwendung von Teleskopkronen im Zusammenhang mit einer herausnehmbaren Prothese, – je Pfeilerzahn

     

     

    a) Metallische Vollkrone

    118

     

    b) Vestibulär verblendete Verblendkrone

    128

     

    c) Metallische Teilkrone

    136

     

    d) Teleskop-/Konuskrone

    190

     

    e) Verwendung eines Geschiebes bei geteilten Brücken mit disparallelen Pfeilern zusätzlich zu den Nrn. 91a bis c

    43

    1. Mit den Leistungen nach den Nrn. 91 und 92 sind folgende Leistungen abgegolten: Präparation, ggf. Farbbestimmung, Bissnahme, Abformung, Einprobe, Einzementieren, Kontrolle und Adjustierung der statischen und dynamischen Okklusion.

    2. Gegossene Einlagefüllungen als Brückenanker sind nicht abrechnungsfähig.

    3. Für die Erneuerung des Primär- oder Sekundärteils einer Teleskop- oder Konuskrone ist bei Neuanfertigung oder Wiederherstellung einer Prothese oder abnehmbaren Brücke die halbe Gebühr für die Nr. 91 d abzurechnen.

    92

    Versorgung eines Lückengebisses durch eine Brücke je Spanne

    62

    Mit den Leistungen nach den Nrn. 91 und 92 sind folgende Leistungen abgegolten: Präparation, ggf. Farbbestimmung, Bissnahme, Abformung, Einprobe, Einzementieren, Kontrolle und Adjustierung der statischen und dynamischen Okklusion

    93

    Adhäsivbrücke mit Metallgerüst im Frontzahnbereich einschließlich der Präparation von Retentionen an den Pfeilerzähnen, Abformung, Farbbestimmung, Bissnahme, Einprobe und Befestigung in Säure-Ätz-Technik, Kontrolle und ggf. Korrekturen der Okklusion und Artikulation

    335

    Adhäsivbrücken mit Metallgerüst können nur abgerechnet werden bei Versicherten im Alter zwischen 14 und 20 Jahren

    94a

    Teilleistungen nach den Nrn. 90 bis 92 bei nicht vollendeten Leistungen

     

     

    - Präparation eines Ankerzahnes (Brückenpfeilers) nach den Nrn. 90 und 91:

    Halbe Bew.-Zahl nach den Nrn. 90 und 91

     

    - Präparation eines Ankerzahnes (Brückenpfeilers) mit darüber hinausgehenden Maßnahmen:

    Dreiviertel der Bew.-zahl nach den Nrn. 90 und 91

     

    Sind nach der Funktionsprüfung der Brückenanker weitere Maßnahmen erfolgt:

    Dreiviertel der Bew.-zahl nach Nr. 92

    Genehmigte Heil- und Kostenpläne, auf denen Teilleistungen (Nrn. 22, 94a, 94b, 99) und Leistungen nach der Nr. 7b ohne das Hinzutreten weiterer Leistungen abgerechnet werden, macht der Zahnarzt bei seiner Abrechnung besonders kenntlich. Soweit der Zahnarzt erklären kann, warum es nicht zur Vollendung der vorgesehenen Leistungen gekommen ist, vermerkt er dies auf dem Heil- und Kostenplan. Die KZV rechnet diese Heil- und Kostenpläne gesondert ab.

    94b

    Teilleistungen bei nicht vollendeten Leistungen nach der Nr. 93

     

     

    Präparation der Brückenpfeiler:

    Halbe Bew.-Zahl nach der Nr. 93

     

    Präparation der Brückenpfeiler mit darüber hinausgehenden Maßnahmen:

    Dreiviertel der Bew. Zahl nach der Nr. 93

    Genehmigte Heil- und Kostenpläne, auf denen Teilleistungen (Nrn. 22, 94a, 94b, 99) und Leistungen nach der Nr. 7b ohne das Hinzutreten weiterer Leistungen abgerechnet werden, macht der Zahnarzt bei seiner Abrechnung besonders kenntlich. Soweit der Zahnarzt erklären kann, warum es nicht zur Vollendung der vorgesehenen Leistungen gekommen ist, vermerkt er dies auf dem Heil- und Kostenplan. Die KZV rechnet diese Heil- und Kostenpläne gesondert ab.

    95

    Maßnahmen zum Wiederherstellen der Funktion von Brücken und provisorischen Brücken

     

     

    a) Wiedereinsetzen einer Brücke mit 2 Ankern

    34

     

    b) Wiedereinsetzen einer Brücke mit mehr als 2 Ankern

    50

     

    c) Erneuerung oder Wiedereinsetzen einer Facette, einer Verblendschale oder dergleichen

    36

     

    d) Abnahme und Wiedereinsetzen einer provisorischen Brücke

    18

    Eine Leistung nach der Nr. 95d kann höchstens dreimal je Brücke abgerechnet werden. Im Heil- und Kostenplan kann sie in der Gebührenvorausberechnung nicht angesetzt werden.

    96

    Versorgung eines Lückengebisses durch eine partielle Prothese einschl. einfacher Haltevorrichtungen

     

     

    a) zum Ersatz von 1 bis 4 fehlenden Zähnen

    57

     

    b) zum Ersatz von 5 bis 8 fehlenden Zähnen

    83

     

    c) zum Ersatz von mehr als 8 fehlenden Zähnen

    115

    Mit einer Leistung nach Nr. 96 sind folgende Leistungen abgegolten:

    Anatomische Abformung (auch des Gegenkiefers), Bissnahme, Farbbestimmung, Einprobe, Eingliedern, Nachbehandlung.

    1. Ein fehlender Weisheitszahn ist als zu ersetzender, fehlender Zahn nur dann mitzuzählen, wenn sein Gebiet in die prothetische Versorgung einbezogen wird. Ist der Zahn 7 vorhanden, dann ist der Weisheitszahn nicht mitzuzählen.

    2. Die definitive Versorgung mit einer rein schleimhautgetragenen Prothese bedarf einer besonderen Begründung.

    Zu Nrn. 96-100:

    Die zusätzliche Abrechnung von zahnärztlichem Honorar bei Anwendung besonderer Abdruckverfahren ist nicht zulässig.

    97a

    Totale Prothese/Cover-Denture-Prothese im Oberkiefer

    250

    Mit einer Leistung nach der Nr. 97a sind folgende Leistungen abgegolten: Abformung anatomische (auch des Gegenkiefers), Bissnahme, Farbbestimmung, Einprobe, Eingliedern, Nachbehandlung.

    Bei der Versorgung eines zahnlosen Kiefers durch eine implantatgetragene Prothese in den vom Bundesausschuss der Zahnärzte und Krankenkassen festgelegten Ausnahmefällen gem. § 30 Abs. 1 Satz 5 SGB V sind die Nrn. 97 a und 97 b abrechnungsfähig und bei der Abrechnung als Nr. 97 a i und 97 b i zu kennzeichnen.

    97b

    Totale Prothese/Cover-Denture-Prothese im Unterkiefer

    290

    Mit einer Leistung nach der Nr. 97b sind folgende Leistungen abgegolten:

    Anatomische Abformung (auch des Gegenkiefers), Bissnahme, Farbbestimmung, Einprobe, Eingliedern, Nachbehandlung.

    Bei der Versorgung eines zahnlosen Kiefers durch eine implantatgetragene Prothese in den vom Bundesausschuss der Zahnärzte und Krankenkassen festgelegten Ausnahmefällen gem. § 30 Abs. 1 Satz 5 SGB V sind die Nrn. 97 a und 97 b abrechnungsfähig und bei der Abrechnung als Nr. 97 a i und 97 b i zu kennzeichnen.

    98a

    Abformung mit individuellem oder individualisiertem Löffel, je Kiefer

    29

    1. Eine Leistung nach Nr. 98a kann abgerechnet werden, wenn der übliche Löffel nicht ausreicht.

    2. Eine Leistung nach Nr. 98a kann auch neben Kronen und Brücken, nicht jedoch neben einer Einzelkrone (Nr. 20), gerechnet je Kiefer, abgerechnet werden.

    3. Eine Leistung nach Nr. 98a kann neben den Nrn. 98 b oder 98 c für denselben Kiefer nur in den Fällen abgerechnet werden, in denen für die prothetische Versorgung eines zahnarmen Kiefers neben dem Funktionsabdruck für die Versorgung der noch stehenden Zähne durch Kronen eine Abformung mit individuellem Löffel vorgenommen werden muss.

    4. Wird ein individueller Löffel allein wegen der Verwendung bestimmter Abformmaterialien angefertigt, ohne dass die Voraussetzungen nach Nr. 1 der Abrechnungsbestimmungen zu Nr. 98 a vorliegen, können nur die Material- und Laboratoriumskosten abgerechnet werden. In diesen Fällen ist auf der Material- und Laborkostenrechnung zu vermerken: ohne Nr. 98 a.

    98b

    Funktionsabformung mit individuellem Löffel, Oberkiefer

    57

    1. Leistungen nach Nr. 98b sind bei zahnlosem Kiefer und bei stark reduziertem Restgebiss

      – in der Regel bis zu drei Zähnen – abrechnungsfähig.

    2. Bei der Versorgung eines zahnlosen Kiefers durch eine implantatgetragene totale Prothese in den vom Bundesausschuss der Zahnärzte und Krankenkassen festgelegten Ausnahmefällen gem. § 30 Abs. 1 Satz 5 SGB V* sind die Nrn. 98b und 98c abrechnungsfähig und bei der Abrechnung als 98b i und 98c i zu kennzeichnen.

    98c

    Funktionsabformung mit individuellem Löffel, Unterkiefer

    76

    1. Leistungen nach Nr. 98c sind bei zahnlosem Kiefer und bei stark reduziertem Restgebiss

      – in der Regel bis zu drei Zähnen – abrechnungsfähig.

    2. Bei der Versorgung eines zahnlosen Kiefers durch eine implantatgetragene totale Prothese in den vom Bundesausschuss der Zahnärzte und Krankenkassen festgelegten Ausnahmefällen gem. § 30 Abs. 1 Satz 5 SGB V sind die Nrn. 98 b und 98 c abrechnungsfähig und bei der Abrechnung als 98 b i und 98 c i zu kennzeichnen.

    98d

    Intraorale Stützstiftregistrierung zur Feststellung der Zentrallage

    23

    1. Eine Leistung nach der Nr. 98 d ist nur neben der Leistung nach Nr. 97 (Totalprothese, Cover-Denture-Prothese) abrechnungsfähig, auch auf implantatgestützten Totalprothesen gemäß § 30 Abs. 1 Satz 5 SGB V im Ober- und Unterkiefer, wenn die Lagebeziehung von Unterkiefer zu Oberkiefer mit einfacheren Methoden nicht reproduzierbar ermittelt werden kann.

    2. Material- und Laboratoriumskosten sind gesondert abrechnungsfähig.

    3. Bei der Versorgung eines zahnlosen Kiefers durch eine implantatgetragene totale Prothese in den vom Bundesausschuss der Zahnärzte und Krankenkassen festgelegten Ausnahmefällen gem. § 30 Abs. 1 Satz 5 SGB V ist die Nr. 98 d abrechenbar und bei der Abrechnung als Nr. 98 d i zu kennzeichnen.

    98e

    Verwendung einer Metallbasis in besonderen Ausnahmefällen, zu den Bewertungszahlen nach den Nrn. 97 a oder b zusätzlich

    16

    1. Eine Leistung nach der Nr. 98 e ist nur in begründeten Ausnahmefällen (z. B. Torus palatinus und Exostosen) abrechnungsfähig. Sie ist nicht abrechnungsfähig für Verstärkungs- und Beschwerungseinlagen (z. B. aus Silber-Zinn).

    2. Bei der Versorgung eines zahnlosen Kiefers durch eine implantatgetragene totale Prothese in den vom Gemeinsamen Bundesausschuss festgelegten Ausnahmefällen gemäß § 56 Abs. 2 SGB V in Verbindung mit der Zahner-satz-Richtlinie Nr. 36 ist die Nr. 98 e in den unter Nr. 1 genannten Fällen abrechenbar und bei der Abrechnung als Nr. 98 e i zu kennzeichnen.

    98f

    Verwendung doppelarmiger Halte- oder einfacher Stützvorrichtungen oder mehrarmiger gebogener Halte- und Stützvorrichtungen zu den Bewertungszahlen nach Nr. 96

    zusätzlich je Prothese, nur abrechnungsfähig bei Interimsversorgung

    22

    Die Verwendung von einarmigen Klammern ist in der Regel nicht indiziert. Die Verwendung von Halte- und Stützvorrichtungen nach Nr. 98 f ist mit der Ge-bühr nach Nr. 98 g abgegolten.

    98 g

    Verwendung einer Metallbasis in Verbindung mit Halte- und Stützvorrichtungen - nicht bei Interimsprothesen -

    44

    Die Verwendung von einarmigen Klammern ist in der Regel nicht indiziert. Die Verwendung von Halte- und Stützvorrichtungen nach Nr. 98 f ist mit der Gebühr nach Nr. 98 g abgegolten.

    98h

    Verwendung von gegossenen Halte- und Stützvorrichtungen, zu den Bewertungszahlen nach Nr. 96 oder Nr. 98 g zusätzlich - nicht bei Interimsprothesen -

     

     

    h/1 bei Verwendung von einer Halte- und Stützvorrichtung

    29

     

    h/2 bei Verwendung von mindestens 2 Halte- und Stützvorrichtungen

    50

    1. Eine Leistung nach der Nr. 98 h ist eine ergänzende Position zur Leistung nach Nr. 96 und ist deshalb nur im Zusammenhang mit dieser Nummer abrechnungsfähig.

    2. Eine Leistung nach der Nr. 98 h kann je Kiefer nur einmal abgerechnet werden.

    99

    Teilleistungen nach den Nrn. 96, 97 und 98 bei nicht vollendeten Leistungen:

     

     

    a) Anatomischer Abdruck zur prothetischen Versorgung eines Kiefers

    19

     

    b) Maßnahmen einschließlich der Ermittlung der Bissverhältnisse

    Halbe Bew.-Zahl nach Nr. 96 oder 97

     

    c) Weitergehende Maßnahmen

    Dreiviertel der Bew.zahl für die gesamte Behandlung

    1. Die Nrn. 98a, b und c sind voll abrechnungsfähig, wenn die Abformung

      in ein Modell übertragen worden ist.

    2. In den Fällen der Nr. 99c sind die Leistungen nach den Nrn. 98e, f, g und h vor der funktionsgerechten Eingliederung des Zahnersatzes zu Dreiviertel ihrer Bewertungszahl abrechnungsfähig.

    3. Ist bei Leistungen nach den Nrn. 98e, g und h noch keine Einprobe der Metallbasis

      erfolgt, ist die halbe Bewertungszahl dieser Nummern berechenbar. Nach Einprobe der Metallbasis sind auch vor einer eventuellen Bissnahme Dreiviertel der Bewertungszahl abrechnungsfähig.

    4. Genehmigte Heil- und Kostenpläne, auf denen Teilleistungen (Nrn. 22, 94a, 94b, 99) und Leistungen nach der Nr. 7b ohne das Hinzutreten weiterer Leistungen abgerechnet werden, macht der Zahnarzt bei seiner Abrechnung besonders kenntlich. Soweit der Zahnarzt erklären kann, warum es nicht zur Vollendung der vorgesehenen Leistungen gekommen ist, vermerkt er dies auf dem Heil- und Kostenplan. Die KZV rechnet diese Heil- und Kostenpläne gesondert ab.

    100

    Maßnahmen zum Wiederherstellen der Funktion oder zur Erweiterung einer abnehmbaren Prothese

     

     

    a) kleinen Umfanges (ohne Abformung

    )

    30

     

    b) größeren Umfanges (mit Abformung

    )

    50

     

    c) Teilunterfütterung einer Prothese

    44

     

    d) Vollständige Unterfütterung

    einer Prothese im indirekten Verfahren

    55

     

    e) Vollständige Unterfütterung

    einer Prothese im indirekten Verfahren einschl. funktioneller Randgestaltung im Oberkiefer

    81

     

    f) Vollständige Unterfütterung

    einer Prothese im indirekten Verfahren einschl. funktioneller Randgestaltung im Unterkiefer

    81

    Neben Leistungen nach der Nr. 100 sind Leistungen nach Nr. 98a, b oder c nicht abrechnungsfähig.

    Leistungen nach Nr. 98 f oder h sind neben Leistungen nach der Nr. 100 abrechnungsfähig, wenn eine Prothese um eine entsprechende Halte- oder Stützvorrichtung erweitert wird oder beim Ersatz einer Halte- oder Stützvorrichtung eine Neuplanung erforderlich ist.

    Das Wiederbefestigen einer Halte- oder Stützvorrichtung kann nicht nach Nr. 98f oder h abgerechnet werden.

    Durch Leistungen nach der Nr. 100 sind Nachbehandlungen abgegolten. Maßnahmen zur Wiederherstellung von Wurzelstiftkappen sind nach Nr. 100b abrechnungsfähig.

    Leistungen nach den Nrn. 100a und b können mehrfach oder nebeneinander nur abgerechnet werden, wenn die Wiederherstellung der Funktion oder die Erweiterung von abnehmbaren Prothesen nicht in einer Sitzung durchführbar ist. Das Gleiche gilt, wenn Leistungen nach Nr. 100a oder b neben Leistungen nach Nrn. 100c bis f erbracht werden.

    1. Für das Reinigen, Säubern und Polieren von Prothesen können den Krankenkassen keine Kosten berechnet werden.

    2. Leistungen nach Nrn. 100e und f sind bei zahnlosem Kiefer und bei stark reduziertem Restgebiss

      – in der Regel bis zu drei Zähnen – abrechnungsfähig.

    3. Das Auffüllen eines Sekundärteleskops mit Kunststoffmassen bei einer Prothesenerweiterung ohne weitergehende Maßnahme ist nach Nr. 100a abrechnungsfähig.

    4. Maßnahmen zur Wiederherstellung der Funktion oder zur Erweiterung einer implantatgetragenen totalen Prothese sind in den vom Bundesausschuss der Zahnärzte und Krankenkassen festgelegten Ausnahmefällen gem. § 30 Abs. 1 Satz 5 SGB V nach den Nrn. 100 a bis f abrechnungsfähig und bei der Abrechnung als Nrn. 100 a i bis 100 f i zu kennzeichnen.


    Restgebiss

    die restlichen Zähne eines Lückengebisses

    Abformung

    Abformung von Kiefer und Zähnen mit Abdrucklöffel und Abdruckmasse

    Metallbasis

    Metallgerüst, Metallplatte

    Unterfütterung

    Methode schlechtsitzende Prothesen durch Auftragen von Material dem Kiefer wieder anzupassen