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Verordnung und Genehmigung eines Krankentransports

Seit dem 05.05.2016 ist die Krankentransport-Richtlinie auch für vertragszahnärztliche Bereiche geregelt. Mit Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 15.12.2016 erfolgte eine Änderung der Krankentransportrichtlinien zum 01.01.2017. In diesem Beitrag erfahren Sie alles zu Änderungen der Richtlinie, Verordnung einer Krankenbeförderung und Genehmigung eines Krankentransportes.

Die Änderung der Krankentransportrichtlinie

Der Pflegegrad 3 beschreibt keine dauerhafte Mobilitätseinschränkung, deshalb muss diese für eine Krankenbeförderung entweder ärztlich oder zahnärztlich festgestellt und bescheinigt werden.

Eine ärztliche Bescheinigung für die Feststellung einer dauerhaften Mobilitätseinschränkung ist nicht für Versicherte notwendig, die bis zum 31.12.2016 bereits eine Einstufung in die Pflegestufe 2 hatten, und jetzt mindestens in den Pflegegrad 3 eingestuft worden sind.

Wenn der Patient bereits über einen Behindertenausweis verfügt mit Ausweisung eines Pflegegrads, gilt für eine dauerhafte Mobilitätseinschränkung folgende Merkzeichen im Behindertenausweis:
 „aG, „BI“, „H“ .

Verordnung einer Krankenbeförderung

Die Verordnung erfolgt mit Muster 4 „Verordnung einer Krankenbeförderung“

Das Wirtschaftlichkeitsgebot muss eingehalten werden, eine medizinische Notwendigkeit muss gegeben sein.

Der Krankentransport sollte so früh als möglich durch die gesetzliche Krankenversicherung genehmigt werden.

Bei mehreren notwendigen Krankentransporten innerhalb eines Kalenderjahres, muss zwar je Transport eine Verordnung ausgestellt werden, allerdings muss nicht jeder Transport von der GKV neu genehmigt werden. Vom Versicherten (oder gesetzlichen Vertreter) ist hierfür eine Genehmigung für das gesamte Kalenderjahr bei der GKV zu beantragen. Diese Genehmigung ist je Arzt gültig und nicht auf einen anderen Arzt übertragbar.

Achtung:

Es sollte sichergestellt sein, dass eine Genehmigung durch den Versicherten (Betreuer, gesetzlicher Vertreter usw.) eingeholt wird, ansonsten kann es passieren, dass die Kosten zu Lasten des Versicherten gehen.  

Anspruchsberechtigter Personenkreis


Anspruchsberechtigt sind Versicherte mit

  • Einstufung gemäß SGB XI in den Pflegegrad 3, 4 oder 5 (siehe auch „Die Änderung“).
  • Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „aG“ = außergewöhnliche Behinderung, „Bl“ = Blindheit oder „H“ = Hilflosigkeit.
  • Mobilitätseinschränkung und zwingend notwendiger zahnärztliche Behandlung in der Praxis.


Krankenfahrten  

  • erfolgen mit Mietwagen oder Taxi, z. B. auch mit behindertengerechter Ausstattung zur Beförderung von Rollstühlen.
  • mit einer medizinisch-fachliche Betreuung erfolgt nicht.


Krankentransporte bei Notwendigkeit

  • einer Betreuung durch qualifiziertes nicht-ärztliches Personal während der Fahrt.
  • einer besonderen Einrichtung des Krankentransportwagens (KTW).
  • zur Vermeidung von Übertragung schwerer, ansteckender Krankheiten (z. B. Tuberkulose, MRSA, infektiöse Darmerkrankungen, HIV, Hepatitis, Windpocken).


Rettungsfahrten bei Notwendigkeit

  • Rettungswagen, Notarztwagen, Rettungshubschrauber (qualifiziertes Rettungsmittel)
  • Eventueller Erste-Hilfe-Maßnahmen oder lebensrettender Sofortmaßnahmen


Die Anforderung eines qualifizierten Rettungsmittels erfolgt bei der zuständigen Rettungsleitstelle.

Bei einem Notfall in der Praxis ist sofort der Notarzt zu rufen.

Eine Klinikeinweisung / ein Transport in die Klinik erfolgt durch den Hausarzt oder einem Facharzt für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie.  
 

Chefredakteurin Andrea Zieringer