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Table-Tops als Repositionsonlays oder -veneers

Table-Tops sind dünne, die Kaufläche bedeckende Keramik- oder Kunststoffschalen. Sie werden als Repositionsonlay oder -veneer in Verbindung mit funktionstherapeutischen Maßnahmen, zur Bisshebung eingegliedert. Der Vorteil liegt in der minimalinvasiven Präparationsform. Die Befestigung erfolgt in der Regel adhäsiv.

Für die richtige Abrechnung von Table-Tops ist die Analogberechnung gem. § 6 Abs. 1 GOZ heranzuziehen, da weder in der GOZ noch in der GOÄ eine entsprechende Gebühr vorhanden ist.
Festsitzende, im indirekten Verfahren hergestellte Langzeitprovisorien gem. GOZ-Nrn. 7080 ff. können zwar auch zum Zwecke der Veränderung einer Bisslage, Aufbauten von Funktionsflächen im indirekten Verfahren  eingegliedert werden, allerdings stellt die BZÄK zur GOZ-Nr. 7080 in ihrem Kommentar fest:

[…]Die Therapie mittels Aufbauten von Funktionsflächen im indirekten Verfahren (Repositonsonlays, -veneers) wird mit dieser Gebühr nicht abgebildet und wird als eigenständige Leistung analog berechnet.[…]

Auch die GOZ-Nr. 8090 (diagnostischer Aufbau von Funktionsflächen am natürlichen  Gebiss, am festsitzenden und/oder herausnehmbaren Zahnersatz, je Sitzung) kann nicht herangezogen werden.
Diese Gebühr beschreibt diagnostische Aufbauten von Funktionsflächen im indirekten Verfahren am natürlichen Gebiss oder am vorhandenen Zahnersatz. Die Leistung kann nur einmal je Sitzung abgerechnet werden.

Auch in Verbindung mit der GOZ-Nr. 8090 Diagnostischer Aufbau von Funktionsflächen nimmt die BZÄK in ihrem Kommentar Stellung:
[…]Die therapeutischen Aufbauten von Funktionsflächen im indirekten Verfahren (Repositionsonlays und –veneers) werden mit dieser Gebührennummer nicht abgebildet und stellen eine eigenständige Leistung dar.[…]

Das richtige Vorgehen für eine Analogberechnung für Table-Tops gem. § 6 Abs. 1 GOZ

  • Nur für Leistungen, die nicht in der GOZ/GOÄ vorhanden sind, kann der Zahnarzt eine Analoggebühr berechnen.
  • Es handelt sich dabei um selbstständige zahnärztliche Leistungen, das heißt, die erbrachte Leistung darf nicht Bestandteil einer anderen Leistung aus der Gebührenordnung sein.
  • Der Zahnarzt bestimmt eine nach Art, Kostenaufwand und Zeitaufwand vergleichbare Leistung aus der Gebührenordnung für Zahnärzte. Gibt es in der GOZ keine solche Leistung, kann der für die Zahnärzte zugängliche Bereich aus der GOÄ herangezogen werden.
  • Die notwendigen Materialkosten sollten mit der Analogleistung bereits abgegolten sein.
  • Die Bewertung (Punktwert und Punktzahl) der herangezogenen Leistung aus der GOZ dürfen nicht verändert werden.
  • Auf der Rechnung muss die Analogleistung, die Gebührennummer der als gleichwertig beurteilen Leistung enthalten. Die Analogleistung muss verständlich beschrieben werden, den Hinweis „entsprechend“ enthalten und mit einem „a“ gekennzeichnet sein (siehe § 10 Abs. 1 Anlage 2 GOZ (Rechnungsformular Seite 2 von 2).

Funktionsanlytische und funktionstherapeutische Maßnahmen

Oft erfolgen vor, während oder auch nach der Eingliederung von Repositionsonlays und/oder –veneers zusätzlich funktionsanalytische und funktionstherapeutische Maßnahmen gem. den GOZ-Nrn. 8000 ff. und/oder eine Schienentherapie gem. den GOZ-Nrn. 7000 ff.

Andrea Zieringer

Weitere Abrechnungs-Tipps finden Sie hier.