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Semipermanente Schienung beim gesetzlich versicherten Patienten als Vertragsleistung

„Wie berechnet man bei gesetzlich versicherten Patienten eine semipermanente Schienung? Was ist bei den Kosten zu beachten? Lesen Sie in diesem Beitrag, ob die Schienung parodontal gelockerter Zähne beim gesetzlich versicherten Patienten eine Vertragsleistung darstellt und welche Möglichkeiten der Bema in der Berechnung anbietet.“

Semipermanente Schienung der Zähne 43-33

Befund
18171615141312112122232425262728
48474645444342413132333435363738
Befund

1x BEMA-Nr. 2, 5x BEMA-Nr. K4 (je Interdentalraum), zzgl. tatsächliche Materialkosten (Kunststoff)

In den Behandlungsrichtlinien ist folgendes festgelegt:

„[…] B. Vertragszahnärztliche Behandlung
VI. Sonstige Behandlungsmaßnahmen
[…] d) Die semipermanente Schienung kann angezeigt sein zur Stabilisierung gelockerter Zähne und bei prä- bzw. postchirurgischen Fixationsmaßnahmen.“

Eine semipermanente Schienung stellt kann auch bei parodontal gelockerten Zähnen eine Vertragsleistung darstellen, denn in der Abrechnungsbestimmung Nr. 2 zur BEMA-Nr. K4 steht:
„2. Leistungen nach den Nrn. K1 und K4 sind auch für Parodontalbehandlung abrechnungsfähig.“

Semipermanente Schienungen, die aus anderen Gründen erfolgen, als in den Behandlungsrichtlinien festgelegt, stellen keine vertragszahnärztliche Versorgung dar. Grundsätzlich ist immer das Wirtschaftlichkeitsgebot § 12 SGB V zu beachten.

Die Berechnung der semipermanenten Schienung erfolgt gemäß BEMA-Nr. K4.

•    Je Interdentalraum
•    unter Anwendung der Ätztechnik
•    die tatsächlich entstandenen Materialkosten für den Kunststoff sind zusätzlich berechnungsfähig.
•    Die Zahnangabe ist erforderlich
•    Für die Wiederherstellung der Schiene ist die BEMA-Nr. K4 erneut berechnungsfähig. 

Die K4 ist in der Regel genehmigungspflichtig. Allerdings sind regionale KZV-Unterschiede bzw. der einzelnen gesetzlichen Krankenkassen zu beachten.

Für die schriftliche Niederlegung eines Heil- und Kostenplans (Vordruck „Behandlungsplan für Kiefergelenkserkrankung und Kieferbruch“) ist die BEMA-Nr. 2 berechnungsfähig.

Die Entfernung der Schiene ist gemäß BEMA GOÄ-Nr. 2702 (1x je Kiefer) berechnungsfähig. Die BEMA GOÄ-Nr. 2702 ist nicht genehmigungspflichtig!

Semipermanente Schienung unter Einbeziehung der Zahnglattflächen (mit Hilfsmittel, wie z. B. Draht, Netze usw.) stellen keine Vertragsleistung dar und sind mit dem Patienten / Zahlungspflichtigen gem. § 8 Abs. 7 BMV-Z privat zu vereinbaren und nach Maßgabe der GOZ/GOÄ berechnungsfähig.

Nicht für Schienen die wegen einer Verletzung oder auf Grund einer Operation eingegliedert werden müssen = BEMA-GOÄ-Nr. Ä2697 bis Ä2700.



Andrea Zieringer