Abrechnung Zahnmedizin
Kontakt
0049 (0) 7433 / 952-208
Stefan Lorch, Produktberater
0049 (0) 7433 / 952-777
Standardgebühren ins dt. Festnetz
beratung@abrechnung-zahnmedizin.de
Ihre E-Mail wird umgehend beantwortet
Callback-Service
Wir rufen Sie gerne zurück!
WhatsApp
Suche in: Tipps
  • Alle Rubriken
  • GOZ
  • Bema
  • Festzuschüsse
  • GOÄ
  • Soko
  • Gesetze
  • LNZ
  • Tipps
  • Urteile

Langzeitprovisorien je nach Tragedauer richtig abrechnen

Die Mindesttragedauer eines im indirekten Verfahren hergestellten provisorischen und festsitzenden Langzeitprovisoriums, entsprechend den GOZ-Nrn. 7080, 7090, 7100, beträgt in der Regel drei Monate. Wie erfolgt die Abrechnung, wenn die Tragedauer kürzer ist?

Die Abrechnungsbestimmungen von Langzeitprovisorien


Die Berechnung der Leistungen nach den GOZ-Nrn. 7080 (Langzeitprovisorium) und 7090 (Langzeitprovisorium, je Brückenglied),  setzt voraus, dass es sich bei dem festsitzenden,  laborgefertigten Provisorium um ein Langzeitprovisorium mit einer Tragezeit von mindestens drei Monaten handelt.

Beträgt die Tragezeit des festsitzenden laborgefertigten Provisoriums weniger als 3  Monate, sind anstelle der Leistungen nach den GOZ-Nrn. 7080 (Langzeitprovisorium, indirektes Verfahren) und 7090 (Langzeitprovisorium, je Brückenglied, indirektes Verfahren) die Leistungen nach den GOZ-Nrn. 2260, 2270 (Provisorien, direktes Verfahren), oder nach den GOZ-Nrn. 5120 und 5140 (provisorische Brücke, direktes Verfahren), berechnungsfähig.

Im Zusammenhang mit den Leistungen nach den GOZ-Nrn. 7080 (Langzeitprovisorium) und 7090 (Langzeitprovisorium, je Brückenglied) sind die GOZ-Nrn. für Teilleistungen 2230, 2240, 5050 oder 5060 nicht berechnungsfähig.

Die Wiedereingliederung desselben festsitzenden laborgefertigten Provisoriums nach den GOZ-Nrn. 7080 (Langzeitprovisorium) oder 7090 (Langzeitprovisorium, je Brückenglied), gegebenenfalls auch mehrmals, einschließlich Entfernung ist mit den Gebühren nach den GOZ-Nrn. 7080 bis 7100 abgegolten.

Zusammengefasst die Voraussetzungen für die Abrechnung eines Langzeitprovisoriums

  • Das Langzeitprovisorium muss festsitzend sein,
  • die Anfertigung erfolgt im indirekten Verfahren und
  • die Mindesttragedauer beträgt 3 Monate.


Nur wenn Gründe vorliegen, die der Zahnarzt nicht verschuldet hat, so kann die Berechnung ausnahmsweise trotzdem gem. GOZ-Nrn. 7080 ff. erfolgen, solche Gründe können z. B. sein:

  • Befundänderung
  • Tod des Patienten
  • Praxiswechsel
  • usw. 

Auszug aus dem GOZ-Kommentar der BZÄK (Stand März 2017)


„[…]Die Berechnung dieser Gebührennummer kann auch ohne die in der Abrechnungsbestimmung enthaltene Entfernung sowie bei einer kürzeren als einer dreimonatigen Tragezeit erfolgen, wenn Gründe vorliegen, die der Zahnarzt nicht zu vertreten hat (z. B. bei Befundänderung, Praxiswechsel, Tod des Patienten).[…]“

Die Analogberechnung gem. § 6 Abs. 1 GOZ


Die Eingliederung eines im indirekten Verfahren laborgefertigten, festsitzenden Provisoriums ist in der GOZ nicht beschrieben - die GOZ-Nrn. 22705120 und 5140 beschreiben ein im direkten Verfahren hergestelltes Provisorium.


Beschluss des GOZ-Ausschusses der LZK BW vom 12.10.2016


„Bei einem indirekten Kurzzeitprovisorium handelt es sich um eine selbstständige zahnärztliche Maßnahme die weder in der GOZ noch in der GOÄ beschrieben ist und daher gem. § 6 Abs. 1 analog zu berechnen ist.“

Chefredakteurin Andrea Zieringer

Weitere Abrechnungs-Tipps finden Sie hier.