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Ihr Wissensvorsprung: Unterschiede bei der Berechnung von Kontrolle oder Nachbehandlung eines Operationsgebietes

Nach chirurgischen Eingriffen ist oft eine Kontrolle oder Nachbehandlung des Operationsgebiets notwendig, in einigen Fällen auch eine darüber hinausgehende chirurgische Wundrevision. Das heutige Top-Thema beschäftigt sich damit, welche Unterschiede es bei der Berechnung der GOZ-Nrn. 3290, 3300 und 3310 sowie der BEMA-Nrn. 38 (N) und 46 (XN) gibt.

Im BEMA ist eine reine Wundkontrolle nicht vorgesehen. Das sieht in der GOZ schon anders aus.

GOZ 3300 „Nachbehandlung nach chirurgischem Eingriff“

Werden in einem anderen Operationsgebiet Maßnahmen gemäß den GOZ-Nrn. 3300 und 3310 (chirurgische Wundrevision) erbracht, können diese zusätzlich berechnet werden (ggf. auch in derselben Kieferhälfte oder demselben Frontzahnbereich). 

Nachbehandlung in Verbindung mit chirurgischen Leistungen

Eine orts- und zeitgleiche Berechnung der chirurgischen Maßnahme und Nachbehandlungen gemäß den BEMA-Nrn. 38 (N Nachbehandlung) und 46 (XN Wundrevision) ist nicht möglich.

Abgrenzung der Nachbehandlungen von chirurgischer Wundrevision gemäß den BEMA-Nrn. 38 (N) und 46 (XN)

BEMA-Nr. 38 (N) – ist für Nachbehandlungen nach chirurgischem Eingriff, z. B. Tamponade/Drainage, Ausspülen einer Wunde, Nahtentfernung usw., auch bei Dentitio difficilis pro Kieferhälfte und Frontzahnbereich einmal und in erneuter Sitzung wiederholt berechnungsfähig. 

BEMA-Nr. 46 (XN) – ist für die chirurgische Wundrevision, z. B. für Knochenglättung und/oder Auskratzen der Wunde, ggf. Naht, maximal einmal je Kieferhälfte und Frontzahnbereich abrechenbar.
   

Hinweise zu den GOZ-Nrn. 3290, 3300, 3310

Verbandsplatte - Eine Verbandplatte ist nicht Leistungsbestandteil der GOZ-Nrn. 3290 (Ktr. nach chirurg. Eingriff), 3300 (Nachbehandlung nach chirug. Eingriff), 3310 (Chirurgische Wundrevision). Hierfür sind zusätzlich die GOÄ-Nr. 2700 (Stütz-/Halte-/Hilfsvorrichtung am OK, UK oder bei Kieferklemme) und ggf. Material- und Laborkosten gemäß § 4 Abs. 3 GOZ und § 9 GOZ berechnungsfähig.


Ein Operationsgebiet ist der Raum einer zusammenhängenden Schnittführung.

Werden in einem anderen Operationsgebiet Maßnahmen gemäß den GOZ-Nrn. 3300, 3310 erbracht, können diese zusätzlich berechnet werden (ggf. auch in derselben Kieferhälfte, denselben Frontzahnbereich). 

Nachbehandlung in Verbindung mit chirurgischen Leistungen:

Eine orts- und zeitgleiche Berechnung der chirurgischen Maßnahme und Nachbehandlungen gemäß den GOZ-Nrn. 3290, 3300, 3100 ist nicht möglich.

Abgrenzung Kontrolle nach chirurgischem Eingriffe, Nachbehandlung, chirurgische Kontrollen gemäß den GOZ-Nrn. 3290, 3300, 3310

GOZ-Nr. 3290 – Kontrolle nach chirurgischer Maßnahme, einmal je Kieferhälfte und Frontzahnbereich
GOZ-Nr. 3300 – für Nachbehandlungen nach chirurgischem Eingriff, z. B. Tamponade/ Drainage, Wundspülung, Wunddesinfektion usw., maximal zweimal je Kieferhälfte und Frontzahnbereich
GOZ-Nr. 3310 – für die chirurgische Wundrevision, maximal zweimal je Kieferhälfte und Frontzahnbereich

Hinweis: Eine Nebeneinanderberechnung für das gleiche Operationsgebiet der GOZ-Nrn. 3290, 3300, 3310 ist ausgeschlossen


Verbrauchsmaterial in Verbindung mit der Implantation gemäß § 4 Abs. 3 GOZ

In den Allgemeinen Bestimmung zu Abschnitt D GOZ (implantologische Leistungen) wird unter 3. bestimmt, das folgende Materialien zusätzlich berechnungsfähig sind:

  • Knochenersatzmaterialien
  • Material zur Förderung der Blutgerinnung
  • Material zur Förderung der Geweberegeneration (z. B. Membranen)
  • Material zur Fixierung von Membranen
  • Material zum Verschluss von oberflächlichen Blutungen bei hämorrhagischen Diathesen oder zum Schutz wichtiger anatomischer Strukturen (z. B. Nerven)
  • Atraumatisches Nahtmaterial
  • einmal verwendbare Explantationsfräsen

GOZ und BEMA weisen bei der Berechnung von Kontrollen/ Nachbehandlungen und chirurgischer Wundrevision Unterschiede auf, die in folgender Tabelle dargestellt werden:

LeistungBemaGOZ/GOÄ
Wundkontrollekeine BEMA-Leistung vorhandenGOZ-Nr. 3290 je Kieferhälfte/Frontzahngebiet nicht neben GOZ-Nrn. 3300/3310
NachbehandlungBEMA-Nr. 38 (N) einmal je Kieferhälfte/Frontzahngebiet nicht neben BEMA-Nr. 46 (XN)GOZ-Nr. 3300 je Operationsgebiet, maximal zweimal je Kieferhälfte/Frontzahngebiet nicht neben den Nrn. 3290/3310
Chirurgische WundrevisionNr. 46 (XN) einmal je Kieferhälfte/Frontzahngebiet nicht neben BEMA-Nr. 38 (N)GOZ-Nr. 3310 je Operationsgebiet, maximal zweimal je Kieferhälfte/Frontzahngebiet nicht neben den Nrn. 3290/3300

Andrea Zieringer

Chefredakteurin

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