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Häufig vergessene Leistungen beim Präparieren oder Füllen

Mit diesem Top-Thema erhalten Sie wichtige Hinweise im Zusammenhang mit besonderen Maßnahmen beim Präparieren oder Füllen nach der GOZ-Nr. 2030 und das Anlegen von Spanngummi nach der BEMA-Nr. 12 und der GOZ-Nr. 2040.

Dokumentation:

Um vollständig abrechnen zu können und den Leistungsnachweis vollständig zu erbringen, spielt die Dokumentation auch hier eine große Rolle. Nur ein kleines Beispiel – auch ein Kunststoffstreifen kann eine Formgebungshilfe darstellen, die in bestimmten Situationen als GOZ-Nr. 2030 abgerechnet werden kann – fehlt ein Hinweis auf die Verwendung, gilt im Zweifel die Regel: Nicht dokumentiert – Leistung nicht erbracht.

BEMA-Nr. 12 (bMF)

Hinweis:

In der Leistungsbeschreibung der BEMA-Nr. 12 wird bereits klar eingegrenzt, für welche Maßnahmen die BEMA-Nr. 12 abgerechnet werden kann:
•    Separieren
•    Beseitigen störenden Zahnfleisches
•    Anlegen von Spanngummi
•    Stillung einer übermäßigen Papillenblutung

Der Ansatz ist einmal je Kieferhälfte/Frontzahnbereich berechnungsfähig, das heißt maximal viermal je Sitzung.

In den Abrechnungsbestimmungen erfolgen zur Abrechenbarkeit der BEMA-Nr. 12 (bMF) konkreter Hinweise zu den möglichen Maßnahmen:

•    Separieren – auch in Verbindung mit KFO möglich
Das Strippen/Slicen stellt nur im Rahmen einer KFO-Behandlung eine Kassenleistung dar, die mit der BEMA-Nr. 12 (bMF) berechnungsfähig ist.
Achtung: Nicht bei außervertraglichen KFO-Maßnahmen.
•    Spanngummi – auch in Verbindung mit Fissurenversiegelung möglich
•    Besondere Maßnahmen in Verbindung mit den BEMA-Nrn. 18, 20 und 90 (Präparieren) – Verdrängen von störenden Zahnfleisches ist dann möglich, zum Erkennen von  unter sich gehende Stellen:


o    zur Darstellung der Präparationsgrenze
o    oder zur subgingivalen Stufenpräparation
Für das alleinige Verdrängen von Zahnfleisch z. B. mittels Retraktionsfäden zum Zwecke der Abformung kann die BEMA-Nr. 12 (bMF) nicht berechnet werden.

Merke:
Muss jedoch störendes Zahnfleisch entfernt werden oder Zahnfleischfasern durchtrennt werden, wird dies gemäß BEMA-Nr. 49 (Exc1) abgerechnet. Erfolgt diese Maßnahme beim Präparieren zusätzlich die BEMA-Nr. 49 (Exc1) zusätzlich zu BEMA-Nr. 12 (bMF) abgerechnet werden.
Achtung: Die unterschiedlichen Maßnahmen für Ecx1 und bMF müssen dokumentiert werden.

Fazit BEMA-Nr. 12 (bMF)

•    Denken Sie insbesondere an eine Vollständige Dokumentation
•    in Verbindung mit KFO-Maßnahmen berechnungsfähig
•    BEMA-Nr. 12 und 49 sind ggf. nebeneinander berechnungsfähig.
•    Kofferdam in Verbindung mit Fissurenversiegelung kann mit BEMA-Nr. 12 abgerechnet werden (z. B auch in Verbindung mit endodontischen Maßnahmen)

BEMA-Nr. 12 (bMF) in Verbindung mit Mehrkosten gem. § 28 SGB V

Nur dann als Kassenleistung berechnungsfähig, wenn auch bei der Füllung gemäß den BEMA-Nrn. 13a-h eine bMF notwendig gewesen wäre! Andernfalls handelt es sich um eine Privatleistung.


Maximale Berechnung BEMA-Nr. 12

1x BEMA-Nr. 12 beim Füllen/Präparieren, Spanngummi1x BEMA-Nr. 12 beim Füllen/Präparieren, Spanngummi
18171615141312112122232425262728
48474645444342413132333435363738
1x BEMA-Nr. 12 beim Füllen/Präparieren, Spanngummi1x BEMA-Nr. 12 beim Füllen/Präparieren, Spanngummi

In einer Sitzung sind maximal abrechnungsfähig:
4x BEMA-Nr. 12


GOZ-Nr. 2030


Hinweis:

In der Leistungsbeschreibung der GOZ-Nr. 2030 handelt es sich um eine beispielhaft Aufzählung der Maßnahmen, die in Verbindung mit dem Füllen oder Präparieren abgerechnet werden können:
•    Separieren
•    Beseitigen störenden Zahnfleisches
•    Stillung einer übermäßigen Papillenblutung
Der Ansatz ist einmal im Zusammenhang mit Füllungen und einmal im Zusammenhang mit dem Präparieren ansetzbar, d. h. maximal achtmal je Sitzung.

Berechnung GOZ-Nr. 2030 für formgebender Maßnahmen in Verbindung mit GOZ-Nrn. 2050, 2070, 2090, 2110 nicht möglich
In Verbindung mit den GOZ-Nrn. 2050, 2070, 2090, 2110 ist die GOZ-Nr. 2030 für formgebende Maßnahmen (z. B. Anlegen einer Matrize oder Benutzung anderer formgebender Hilfsmittel) nicht zusätzlich berechnungsfähig, da diese bereits mit den Gebühren abgegolten sind. .

Berechnung GOZ-Nr. 2030 für formgebender Maßnahmen in Verbindung mit GOZ-Nrn. 2060, 2080, 2100, 2120 möglich
In Verbindung mit den GOZ-Nrn. 2060, 2080, 2100, 2120 ist die GOZ-Nr. 2030 für formgebende Maßnahmen (z. B. Anlegen einer Matrize oder Benutzung anderer formgebender Hilfsmittel) zusätzlich berechnungsfähig, da diese nicht mit den Gebühren abgegolten sind.

Merke:
Anders als im BEMA sind die Maßnahmen in der GOZ-Nr. 2030 nur beispielhaft aufgezählt. Erfolgen besondere Maßnahmen in Verbindung mit Füllungen oder Präparation, die nicht bereits mit einer anderen Gebühr abgegolten sind, können diese zusätzlich berechnet werden. 

Interdentales Strippen, Zahnumformung
Maßnahmen, wie z. B. interdentales Strippen oder Zahnumformungen stellen eine selbstständige Maßnahme dar und können analog gem. § 6 Abs. 1 GOZ berechnet werden.

GOZ-Nr. 2040


Hinweis:
Für das Anlegen eines Spanngummis einmal je Kieferhälfte oder Frontzahnbereich. Nicht das zu behandelnde Gebiet, sondern der Ausdehnungsbereich des Spanngummis ist für den Ansatz ausschlaggebend, z. B.

1x GOZ-Nr. 20401x GOZ-Nr. 2040
Ausgedehnter Kofferdamm1413121121222324
zu behandelnde Zähne 13-23131211212223

Obwohl das zu behandelnde Gebiet lediglich den Frontzahnbereich 13-23 betrifft, umspannt der Spanngummi den Bereich von zwei Kieferhälften. 

Maximale Berechnung GOZ-Nrn. 2030, 2040


GOZ-Nr. 2040 SpanngummiGOZ-Nr. 2040 Spanngummi
GOZ-Nr. 2030 beim PräparierenGOZ-Nr. 2030 beim Präparieren
GOZ-Nr. 2030 beim FüllenGOZ-Nr. 2030 beim Füllen
18171615141312112122232425262728
48474645444342413132333435363738
GOZ-Nr. 2030 beim FüllenGOZ-Nr. 2030 beim Füllen
GOZ-Nr. 2030 beim PräparierenGOZ-Nr. 2030 beim Präparieren
GOZ-Nr. 2040 SpanngummiGOZ-Nr. 2040 Spanngummi

In einer Sitzung sind maximal abrechnungsfähig:

8x GOZ-Nr. 2030
4x GOZ-Nr. 2040

Fazit GOZ-Nr. 2030 / 2040

•    Denken Sie insbesondere an eine Vollständige Dokumentation
•    in Verbindung mit KFO-Maßnahmen berechnungsfähig
•    GOZ-Nrn. 2030 und 2040 sind ggf. nebeneinander berechnungsfähig.
•    Beim Anlegen vom Spanngummi, Angabe des genauen Ausdehnungsgebiets


•    Die GOZ-Nrn. 2030/2040 sind z. B. in Verbindung mit:

  •   Fissurenversiegelung
  •   Füllungstherapie (auch Einlagefüllungen, Aufbaufüllungen)
  •   Stiftaufbauten
  •   Präparationen
  •   Endodontischer Leistungen
  •   KFO

berechnungsfähig.

Andrea Zieringer