Abrechnung Zahnmedizin
Kontakt
0049 (0) 7433 / 952-208
Stefan Lorch, Produktberater
0049 (0) 7433 / 952-777
Standardgebühren ins dt. Festnetz
beratung@abrechnung-zahnmedizin.de
Ihre E-Mail wird umgehend beantwortet
Callback-Service
Wir rufen Sie gerne zurück!
WhatsApp
Suche in: Tipps
  • Alle Rubriken
  • GOZ
  • Bema
  • Festzuschüsse
  • GOÄ
  • Soko
  • gesetze
  • LNZ
  • Tipps
  • Urteile

GOZ: Aufbissbehelfe und Schienen richtig abrechnen

In der zahnärztlichen Praxis kommen Schienen und Aufbissbehelfe in vielen Bereichen zum Einsatz. Die Abrechnungsmöglichkeiten gemäß GOZ sind im Folgenden unser Top-Thema.


In der Regel sind Schienen und Aufbissbehelfe im Zusammenhang mit Kiefergelenksbeschwerden, Funktionsstörungen des stomatognathen Systems, Parodontalerkrankungen, Schienung gelockerter Zähne oder nach Reimplantation, Zahnersatzbehandlung mit den GOZ-Nrn. 7000 ff. berechnungsfähig.

Aufbissbehelfe können z. B. angezeigt sein in Verbindung mit:

  • Kiefergelenksproblematik, Kiefergelenkserkrankungen
  • vorliegender, schmerzhafter craniomandibulärer Dysfunktion (= CMD)
  • Bruxismus
  • Abrasionen
  • Diskusverlagerung
  • zur Unterbrechung von Parafunktionen
  • Verspannungen um Kopf-, Hals- und Nackenbereich,
  • Kiefergelenkknacken
  • Tinnitus, Schwindel
  • eingeschränkter Mundöffnung
  • Muskelrelaxation
  • Parodontalerkrankungen
  • präprothetische Führungsplatten
  • Bisshebung
  • kieferorthopädischen Maßnahmen
  • u. v. m

Unterschiedliche Arten/Ausführungen von adjustierten Aufbissbehelfen stehen zur Verfügung. Folgende Aufbissbehelfe werden u. a. mit der GOZ-Nr. 7000 berechnet:

  • nicht adjustierte Aufbissschiene
  • Aqualizer®
  • Miniplastzschiene
  • Interzeptor
  • usw.

Folgende Aufbissbehelfe werden u. a. mit der GOZ-Nr. 7010 berechnet:

  • Michigan-Schiene
  • Zentrikschiene
  • Exzentrische Schiene
  • Repositionierungsschiene
  • Bissführungsschiene
  • Knirscherschiene
  • usw.

Da eine Gebühr für Teilleistungen im Zusammenhang mit Aufbissbehelfen in der GOZ  nicht vorgesehen ist, erfolgt die Berechnung als Analogleistung gem. § 6 Abs. 1 GOZ. 
Schienungen im Zusammenhang mit Verletzungen  (Traumen/Gewalteinwirkung) oder in Verbindung mit Operationen  werden gem. GOÄ-Nr. 2695 bis 2700 berechnet.

Schienen als Medikamententräger werden in der Regel mit der GOZ-Nr. 1030 oder als Analogleistung gem. § 6 Abs. 1 GOZ abgerechnet.

Festsitzende Langzeitprovisorien sind mit den GOZ-Nrn. 7080, 7090 berechnungsfähig. Dient ein Langzeitprovisorium zusätzlich als Aufbissbehelf, so sind die Kontrollmaßnahmen gem. den GOZ-Nrn. 7040/7050 berechnungsfähig.

Schienen als Formteil, z. B. für die Herstellung eines Provisoriums sind zusätzliche zu den GOZ-Nrn. 2270, 5120, 5140 gem. §9 GOZ berechnungsfähig.

Chefredakteurin Andrea Zieringer

Weitere Top-Themen lesen Sie hier.