Abrechnung Zahnmedizin
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Checkliste Knochenmanagement

Die Aufstellung der Abrechnungsmöglichkeiten zu den Leistungen des Knochenmanagements verschafft einen Überblick und hilft bei der Abrechnung von Implantatprothetik. Die Analogberechnung nach § 6 GOZ kann individuell gestaltet werden.

GOZ-Nr.Leistungsbeschreibungwichtige Unterschiede
Grundsätzliches zu den Gebührennummern

GOZ-Nr. 4110Auffüllen von parodontalen Knochendefekten mit Aufbaumaterial (Knochen- und/oder Knochenersatzmaterial), auch Einbringen von Proteinen, zur regenerativen Behandlung parodontaler Defekte, ggf. einschließlich Materialentnahme im Aufbaugebiet, je Zahn oder Parodontium oder ImplantatAusschließlich für parodontale Knochendefekte
• Unerheblich ob autologes oder alloplastisches Material.
• je Zahn (bei Interdentalraum zweier nebeneinanderstehender Zähne 2x)
• Auch für das Auffüllen dentogener Zysten bis zur Größe einer Zahnregion (GOZ-Nrn. 3190 + 4110)
• Auffüllen von Knochendefekten auch in Verbindung mit Wurzelspitzenresektion, dentogener Zysten, Hemisektion, Prämolarisierung ist gem. GOZ-Nr. 4110 berechnungsfähig – ein Parodontium ist vorhanden.
• Nicht für Alveole/Implantat (In Verbindung mit Implantat lt. Kommentar der BZÄK obsolet!)
• Intraorale Knochengewinnung aus anderer Region = GOZ-Nr. 9140
• nicht für Weichteilunterfütterung = GOZ-Nr. 9090 (mit autologem Material) oder GOÄ-Nr. 2442(mit alloplastischem Material und/oder collagen patch).
• nicht für den Erhalt der Alveole (= GOZ-Nr. 9090 bei Verwendung autologem Knochen, Analog gem. § 6 Abs. 1 GOZ bei Verwendung Knochenersatzmaterial
• Erfolgt jedoch zum Auffüllen parodontaler Knochendefekte zusätzlich eine Weichteilunterfütterung mit autologem Material kann die GOZ-Nr. 9090 zusätzlich berechnet werden.
GOZ-Nr. 9090 Knochengewinnung (z. B. Knochenkollektor oder Knochenschaber), Knochenaufbereitung und -implantation, auch zur WeichteilunterfütterungAuffüllen von Knochendefekten und Weichteilunterfütterung mit autologen Knochen = GOZ-Nr. 9090
• je Transplantationsvorgang
• einschließlich Knochengewinnung und Knochenaufbereitung
• ausschließlich mit autologem Material
• für periimplantäre Knochendefekte, für das Auffüllen einer Alveole (z. B. Socket preservation)
• Wird zusätzlich Knochen intraoral, jedoch außerhalb des Aufbaugebietes gewonnen, ist die GOZ-Nr. 9140 zusätzlich berechnungsfähig.
• ggf. zzgl. Weichteilunterfütterung mit Knochenersatzmaterial gem. GOÄ-Nr. 2442
• Nicht bei Verwendung von Knochenersatzmaterial (= Analog gem. § 6 Abs. 1 GOZ)
• nicht für das Auffüllen parodontaler Knochendefekte (= GOZ-Nr. 4110).
• Erfolgt jedoch zum Auffüllen parodontaler Knochendefekte (= GOZ-Nr. 4110) zusätzlich eine Weichteilunterfütterung mit autologem Material, kann die GOZ-Nr. 9090 zusätzlich zur GOZ-Nr. 4110 berechnet werden.
Analog gem. § 6 Abs. 1 GOZAuffüllen von Knochendefekten mit Knochenersatzmaterial (an Implantaten oder Alveole)Die Bestimmungen des § 6 Abs. 1 GOZ sind zu beachten!
• Ggf. zzgl. zur GOZ-Nr. 9090 , wenn autologer Knochen und Knochenersatzmaterial verwendet wird (zwei Transplantationsvorgänge!)
• nicht bei Verwendung autologem Material = GOZ-Nr. 9090
• nicht bei parodontalem Defekten (= GOZ-Nr. 4110)
• nicht für Weichteilunterfütterung mit alloplastischem Material oder collagen patch (= GOÄ-Nr. 2442)
GOÄ-Nr. 2442Weichteilunterfütterung mit Knochenersatzmaterial oder collagen patch• bei Anwendung von Knochenersatzmaterial und/oder collagen patch = GOÄ-Nr. 2442
• nicht bei Weichteilunterfütterung mit autologem Material (= GOZ-Nr. 9090)
GOZ-Nr. 9100Aufbau des Alveolarfortsatzes durch Augmentation ohne zusätzliche Stabilisierungsmaßnahmen, je Kieferhälfte oder FrontzahnbereichAugmentative Maßnahmen am Alveolarfortsatz
• je Kieferhälfte und Frontzahnbereich
• sowohl im zahnlosen als auch für den Bereich von Zähnen/Implantaten
• einschließlich Weichteilunterfütterung in derselben Kieferhälfte (Ausnahme: bei Verwendung von Collagen Patch = GOÄ 2442)
• einschließlich Knochengewinnung innerhalb des Aufbaugebiets und der Knochenaufbereitung.
• einschließlich weichteilchirurgische Maßnahmen. (Ausnahme: Eigene Indikation der Weichteilunterfütterung, z. B. Maßnahmen zur Vertiefung des Vestibulums/Mundbodens, z. B. GOZ-Nr. 3240, GOÄ-Nrn. 2675/2676)
• Neben GOZ-Nr. 9110 in derselben Kieferhälfte ist die GOZ-Nr. 9100 nur mit der Hälfte der Gebühr berechnungsfähig.
• Neben GOZ-Nr. 9120 in derselben Kieferhälfte ist die GOZ-Nr. 9100 nur mit einem Drittel der Gebühr berechnungsfähig.
• nicht neben der GOZ-Nr. 9130 in derselben Kieferhälfte berechnungsfähig.
• nicht für die Glättung innerhalb des Implantatbetts berechnungsfähig!
• nicht für den Erhalt der Alveole, z. B. Socket preservation (= GOZ-Nr. 9090 mit Eigenknochen, Analog gem. § 6 Abs. 1 GOZmit Knochenersatz)
• Wird zusätzlich Knochen intraoral, jedoch außerhalb des Aufbaugebietes gewonnen ist die GOZ-Nr. 9140 zusätzlich berechnungsfähig.
• Erfolgt eine Fixierung des Augmentats durch Osteosynthesemaßnahmen ist die GOZ-Nr. 9150 zusätzlich zu GOZ-Nr. 9100 berechnungsfähig.
• Für die Entfernung des Osteosynthesematerials ist die GOZ-Nr. 9170 berechnungsfähig.
GOZ-Nr. 9110Geschlossene Sinusbodenelevation vom Kieferkamm aus (interner Sinuslift)Interner Sinuslift durch eine Alveole oder ein Implantatfach
• je Implantatfach/Alveole
• Die GOZ-Nr. 9100 ist in derselben Kieferhälfte wie die GOZ-Nr. 9110 nur mit der Hälfte der Gebühr berechnungsfähig.
• Die GOZ-Nr. 9110 ist für dieselbe Alveole/ dasselbe Implantatfach nicht neben GOZ-Nr. 9120 (externer Sinuslift) berechnungsfähig
• Einschließlich der Entnahme von Knochenspänen innerhalb des Aufbaugebiets, die GOZ-Nr. 9090 ist in der Regel nicht neben der GOZ-Nr. 9110 berechnungsfähig. Ausnahme: Neben den GOZ-Nrn. 9110, 9120 ist die GOZ-Nr. 9090 dann berechnungsfähig, wenn die Knochentransplantation im Operationsgebiet nicht der Auffüllung des durch die Anhebung der Kieferhöhlenschleimhaut entstandenen Hohlraumes dient. Dies ist bei der Auffüllung von Knochendefiziten mit Eigenknochen im Bereich der Implantatschulter bei zeitgleicher Implantation oder beim Ausgleich von Knochendefiziten des Alveolarkamms mit Eigenknochen getrennt vom Bereich des Sinuslifts der Fall. Achtung: Erflogt jedoch eine gleichzeitige Berechnung der GOZ-Nr. 9100 (1/2 Gebühr) neben der GOZ-Nr. 9110 so ist die zusätzliche Berechnung der GOZ-Nr. 9090 generell ausgeschlossen
• Nicht für dieselbe Knochenkavität neben Bonesplitting (GOZ-Nr. 9130)berechnungsfähig oder externer Sinuslift (GOZ-Nr. 9120). Ausschluss lt. Abrechnungsbestimmungen.
• ggf. zzgl. für das Einbringen von Membranen GOZ-Nr. 4138 (Kein Ausschluss lt. Abrechnungsbestimmung!).
• Wird Knochen intraoral, jedoch außerhalb des Aufbaugebietes gewonnen, ist die GOZ-Nr. 9140 zusätzlich berechnungsfähig.
• Für die Entfernung des Osteosynthesematerials ist die GOZ-Nr. 9170 berechnungsfähig.
GOZ-Nr. 9120Sinusbodenelevation durch externe Knochenfensterung (externer Sinuslift), je KieferhälfteExterner Sinuslift durch Schaffung eines Zugangs zur Kieferhöhle durch eine Knochenfensterung (auch Knochendeckel)
• je Kieferhälfte
• Die GOZ-Nr. 9100 ist in derselben Kieferhälfte wie die GOZ-Nr. 9120 nur mit einem Drittel der Gebühr berechnungsfähig.
• Die GOZ-Nr. 9100 ist für dieselbe Alveole/ dasselbe Implantatfach nicht neben GOZ-Nr. 9120 (externer Sinuslift) berechnungsfähig.
• Einschließlich der Entnahme von Knochenspänen innerhalb des Aufbaugebiets.
• Neben Bonesplitting (GOZ-Nr. 9130) berechnungsfähig (auch in selber Kieferhälfte). Kein Ausschluss lt. Abrechnungsbestimmungen!
• Wird Knochen intraoral, jedoch außerhalb des Aufbaugebietes gewonnen ist die GOZ-Nr. 9140 zusätzlich berechnungsfähig.
• Für die Entfernung des Osteosynthesematerials ist die GOZ-Nr. 9170 berechnungsfähig.
• Das Einbringen von resorbierbaren/nichtresorbierbaren Membranen ist Leistungsbestandteil (gem. Leistungsbeschreibung), die GOZ-Nr. 4138 ist nicht zusätzlich berechnungsfähig!
GOZ-Nr. 9130Spaltung und Spreizung von Knochensegmenten (Bone Splitting), ggf. mit Auffüllung der Spalträume mittels Knochen oder Knochenersatzmaterial, ggf. einschließlich zusätzlicher Osteosynthesemaßnahmen, ggf. einschließlich Einbringung resorbierbarer oder nicht resorbierbarer Barrieren und deren Fixierung je Kieferhälfte oder Frontzahnbereich, oder vertikale Distraktion des Alveolarfortsatzes einschließlich Fixierung, je Kieferhälfte oder FrontzahnbereichSpaltung und Spreizung von Knochensegmenten (nicht für eine Knochenkavität),
• je Kieferhälfte oder Frontzahnbereich
• Abgegolten sind auch Maßnahmen zur Osteosynthese, das Einbringen und Fixieren von resorbierbarer oder nicht resorbierbarer Barrieren.
• Die Knochenentnahme innerhalb des Aufbaugebiets ist nicht Leistungsbestandteil der GOZ-Nr. 9130, die GOZ-Nr. 9090 kann deshalb zusätzlich berechnet werden.
• Wird Knochen intraoral, jedoch außerhalb des Aufbaugebietes gewonnen ist die GOZ-Nr. 9140 zusätzlich berechnungsfähig.
• Die Fixierung des Augmentats ist Leistungsbestandteil, die GOZ-Nr. 9150 kann nicht zusätzlich berechnet werden.
• Die Entfernung des Osteosynthesematerials ist nicht Leistungsbestandteil, die GOZ-Nr. 9170 ist dafür berechnungsfähig.
• Zum externen Sinuslift (= GOZ-Nr. 9120) zusätzlich berechnungsfähig.
• GOZ-Nrn. 9100 und 9110 sind nicht für dieselbe Knochenkavität mit GOZ-Nr. 9130 nebeneinander berechnungsfähig.
GOZ-Nr. 9140 Intraorale Entnahme von Knochen außerhalb des Aufbaugebietes ggf. einschließlich Aufbereitung des Knochenmaterials und/oder der Aufnahmeregion einschließlich der notwendigen Versorgung der Entnahmestelle, je Kieferhälfte oder FrontzahnbereichFür die intraorale Knochenentnahme, jedoch außerhalb des OP-Gebietes (getrennte Schnittführung!)
• je Kieferhälfte oder Frontzahnbereich
• einschließlich Knochenaufbereitung
• Für die Entnahme von einem oder mehrerer Knochenblöcke ist das Doppelte der Gebühr berechnungsfähig.
• Neben den GOZ-Nrn. 4110, 9100, 9110, 9120, 9130 berechnungsfähig
• Erfolgt eine Fixierung des Augmentats durch Osteosynthesemaßnahmen ist die GOZ-Nr. 9150 zusätzlich berechnungsfähig, sofern auch die GOZ-Nr. 9100 angesetzt werden konnte (Achtung: GOZ-Nr. 9150 nur in Verbindung mit der GOZ-Nr. 9100 möglich!).
• Für die Entfernung des Osteosynthesematerials ist die GOZ-Nr. 9170 berechnungsfähig.
• Nicht für extraorale Knochenentnahme im Rahmen von Kieferbruch (Berechnung erfolgt gem. § 6 Abs. 1 GOZ nach GOÄ)
• Ggf. zzgl. GOZ-Nr. 4138 für das Einbringen einer Membran, wenn nicht bereits in einer anderen GOZ-Nr. enthalten (z. B. GOZ-Nr. 9100)
GOZ-Nr. 9150Fixation oder Stabilisierung des Augmentates durch Osteosynthesemaßnahmen (z. B. Schrauben- oder Plattenosteosynthese oder Titannetze), zusätzlich zu der Leistung nach der Nummer 9100, je Kieferhälfte oder FrontzahnbereichFixierung und Stabilisierung des Augmentats nach der GOZ-Nr. 9100
• je Kieferhälfte oder Frontzahnbereich
• Nur in Verbindung mit der GOZ-Nr. 9100 berechnungsfähig (diese Einschränkung beinhaltet die Leistungsbeschreibung).
• nicht für die Fixierung von Barrieren (bereits Leistungsbestandteil der GOZ-Nr. 9100)
GOZ-Nr. 9170Entfernung im Knochen liegender Materialien durch Osteotomie (z.B. Osteosynthesematerial, Knochenschrauben) oder Entfernung eines subperiostalen Gerüstimplantats, je Kieferhälfte oder Frontzahnbereich

Für die Entfernung von Osteosynthesematerial durch Osteotomie
• je Kieferhälfte oder Frontzahnbereich

• Voraussetzung ist die Osteotomie
• auch für die Entfernung von subperiostalen Gerüstimplantaten

Beispiele

Auffüllen eines parodontalen Knochendefekts mit autologem MaterialGOZ-Nr. 4110• Auffüllen eines parodontalen Knochendefekts wird mit der GOZ-Nr. 4110 berechnet, Voraussetzung: Vorhandensein eines Parodontiums. Es ist unerheblich, ob die Maßnahme mit autologem oder alloplastischem Material erfolgt.
• Materialkosten gem. § 4 Abs. 3 GOZ, z. B Knochenschaber, Knochenkollektor, atraumatisches Nahtmaterial
Auffüllen eines parodontalen Knochendefekts mit alloplastischem MaterialGOZ-Nr. 4110• Auffüllen eines parodontalen Knochendefekts wird mit der GOZ-Nr. 4110 berechnet, Voraussetzung: Vorhandensein eines Parodontiums. Es ist unerheblich, ob die Maßnahme mit autologem oder alloplastischem Material erfolgt.
• Materialkosten gem. § 4 Abs. 3 GOZ, z. B. Knochenersatzmaterial, atraumatisches Nahtmaterial.
Auffüllen eines parodontalen Knochendefekts in Verbindung mit einer Wurzelspitzenresektion mit alloplastischem MaterialGOZ-Nr. 4110• Auffüllen von Knochendefekten auch in Verbindung mit Wurzelspitzenresektion, dentogener Zysten, Hemisektion, Prämolarisierung ist gem. GOZ-Nr. 4110 berechnungsfähig – ein Parodontium ist vorhanden!
• Materialkosten gem. § 4 Abs. 3 GOZ, z. B. Knochenersatzmaterial, atraumatisches Nahtmaterial.
Auffüllen eines periimplantären Knochendefekts mit Knochen aus dem Operationsgebiet (autologes Material)GOZ-Nr. 9090 Materialkosten gem. § 4 Abs. 3 GOZ, z. B Knochenschaber, Knochenkollektor, atraumatisches Nahtmaterial
Auffüllen eines periimplantären Knochendefekts mit alloplastischem MaterialAnalog gem. § 6 Abs. 1 GOZ• Die GOZ-Nr. 9090 beinhaltet lediglich die Transplantation von autologem Knochen, nicht jedoch die von alloplastischem Materials.
• Materialkosten gem. § 4 Abs. 3 GOZ, z. B alloplastisches Material, atraumatisches Nahtmaterial
Auffüllen eines parodontalen Knochendefekts mit autologem Material und Weichteilunterfütterung mit Knochen aus dem OP-Gebiet (= autologes Material!)GOZ-Nr. 4110
GOZ-Nr. 9090
• Für das Auffüllen des parodontalen Knochendefekts wird die GOZ-Nr. 4110 berechnet.
• Die GOZ-Nr. 4110 beinhaltet jedoch nicht die Weichteilunterfütterung, diese ist zusätzlich zu berechnen.
• Erfolgt die Weichteilunterfütterung mit Knochen aus dem OP-Gebiet, ist die GOZ-Nr. 9090 berechnungsfähig, bei alloplastischem Material wird Analog gem. § 6 Abs. 1 GOZ berechnet.
• Materialkosten gem. § 4 Abs. 3 GOZ, z. B Knochenschaber, Knochenkollektor, atraumatisches Nahtmaterial
Auffüllen eines parodontalen Knochendefekts mit autologem Knochen.
Die Knochengewinnung erfolgt intraoral, jedoch außerhalb des OP-Gebiets (z. B. retromolar).
GOZ-Nr. 4110
GOZ-Nr. 9140
• Für parodontale Knochendefekte ist die GOZ-Nr. 4110 berechnungsfähig.
• Zusätzlich kann die Entnahme des Knochens berechnet werden, Voraussetzung ist außerhalb des OP-Gebiets (getrennte Schnittführung).
• Materialkosten gem. § 4 Abs. 3 GOZ, z. B Knochenschaber, Knochenkollektor, atraumatisches Nahtmateria
Socket preservation (Erhalt der Alveole nach Zahnentfernung) mit Knochen aus dem OperationsgebietGOZ-Nr. 9090 • Die GOZ-Nr. 9090 kann nur mit autologem Material berechnet werden.
• Materialkosten gem. § 4 Abs. 3 GOZ, z. B Knochenschaber, Knochenkollektor, atraumatisches Nahtmaterial
Socket preservation (Erhalt der Alveole nach Zahnentfernung) mit alloplastischem MaterialAnalog gem. § 6 Abs. 1 GOZ• Das Auffüllen einer Alveole mit alloplastischem Material ist in der GOZ nicht beschrieben und wird deshalb gem. § 6 Abs. 1 GOZ berechnet.
• Die GOZ-Nr. 9090 kann nur bei Verwendung von autologem Material berechnet werden.
• Materialkosten gem. § 4 Abs. 3 GOZ, z. B alloplastisches Material, atraumatisches Nahtmaterial
Socket preservation (Erhalt der Alveole nach Zahnentfernung) mit Knochen aus dem Oprationsgebiet (autologes Material) mit zusätzlicher Weichteilunterfütterung ebenfalls mit Knochen aus dem OperationsgebietGOZ-Nr. 9090 2x• Die GOZ-Nr. 9090 kann bei Verwendung von autologem Material berechnet werden.
• Die Weichteilunterfütterung erfolgt ebenfalls mit autologem Material, die GOZ-Nr. 9090 kann je Transplantationsvorgang angesetzt werden und deshalb in diesem Fall zweimal.
• Materialkosten gem. § 4 Abs. 3 GOZ, z. B Knochenschaber, Knochenkollektor, atraumatisches Nahtmaterial
Socket preservation (Erhalt der Alveole nach Zahnentfernung) mit alloplastischem Material mit zusätzlicher Weichteilunterfütterung mit alloplastischem Material• Analog gem. § 6 Abs. 1 GOZ
• GOÄ-Nr. 2442

• Das Auffüllen einer Alveole mit alloplastischem Material ist in der GOZ nicht beschrieben und wird deshalb gem. § 6 Abs. 1 GOZ berechnet.

• Die GOZ-Nr. 9090 kann nur bei Verwendung von autologem Material berechnet werden.
• Die Weichteilunterfütterung erfolgt ebenfalls mit alloplastischem Material, die GOZ-Nr. 9090 kann auch hierfür nicht angesetzt werden. Die Weichteilunterfütterung mit alloplastischem Material kann mit der GOÄ-Nr. 2442 berechnet werden.
• Materialkosten gem. § 4 Abs. 3 GOZ, z. B alloplastisches Material, atraumatisches Nahtmaterial

Auffüllen eines periimplantären Knochendefekt mit alloplastischem Material und Weichteilunterfütterung mit Knochen aus dem Operationsgebiet (autologes Material)• Analog gem. § 6 Abs. 1 GOZ
• GOZ-Nr. 9090
• Das Auffüllen mit alloplastischem Material an einem Implantat kann weder mit der GOZ-Nr. 4110 (kein Parodontium vorhanden), noch mit der GOZ-Nr. 9090 (keine Verwendung von autologem Material) berechnet werden. Die Leistung ist in der GOZ nicht beschrieben und muss daher analog gem. § 6 Abs. 1 GOZ berechnet werden.
• Die Weichteilunterfütterung stellt einen eigenen Transplantationsvorgang dar und erfolgt mit autologem Material, die GOZ-Nr. 9090 kann angesetzt werden.
• Materialkosten gem. § 4 Abs. 3 GOZ, z. B Knochenschaber, Knochenkollektor, alloplastisches Material, atraumatisches Nahtmaterial
Auffüllen eines periimplantären Knochendefekts mit Kncohen aus dem OP-Gebiet (autologem Material) und Weichteilunterfütterung mit alloplastischem Material und/oder collagen patch• GOZ-Nr. 9090
• GOÄ-Nr. 2442
• Das Auffüllen mit autologem Material (Knochen aus Operationsgebiet) kann mit der GOZ-Nr. 9090 abgerechnet werden. Die Weichteilunterfütterung stellt eine eigene Maßnahme dar und kann zusätzlich berechnet werden.
• Die Weichteilunterfütterung kann nur dann mit der GOZ-NR. 9090 berechnet werden, wenn auch diese mit autologem Material erfolgt. Wird alloplastisches Material und/oder collagen patch verwendet kann hierfür die GOÄ-Nr. 2442 angesetzt werden.
• Weichteilunterfütterung mit autologem Material = GOZ-Nr. 9090
• Weichteilunterfütterung mit alloplastischem Material = GOÄ-Nr. 2442.
• Materialkosten gem. § 4 Abs. 3 GOZ, z. B Knochenschaber, Knochenkollektor, alloplastisches Material, atraumatisches Nahtmaterial
Kieferkammaugmentation einschließlich Bonesplitting, intraorale Entnahme von Knochenblock aus getrenntem Operationsgebiet, Fixierung des Osteosynthesematerials.
Einbringen einer Membran.
Entfernung des Osteosynthesematerials erfolgt in späterer Sitzung
• GOZ-Nr. 9100
• GOZ-Nr. 9140 (2x)
• GOZ-Nr. 9150
• GOZ-Nr. 9170
• Die GOZ-Nr. 9130 (Bonesplittung) kann neben der GOZ-Nr. 9100 nicht berechnet werden.
• Für die Kieferkammaugmentation wird die GOZ-Nr. 9100 berechnet.
• Die Entnahme eines Knochenblocks erfolgt außerhalb des OP-Gebiets, hierfür kann die GOZ-Nr. 9140 angesetzt werden, da es sich um einen Knochenblock handelt zweimal.
• Der Knochenblock wird mit Osteosynthesematerial fixiert, das kann mit der GOZ-Nr. 9150 berechnet werden. Die Berechnung der GOZ-Nr. 9150 kann nur in Verbindung mit der GOZ-Nr. 9100 erfolgen – würde keine Kieferkammaugmentation erfolgen, sondern lediglich ein Bonesplitting müsste anstelle der GOZ-Nr. 9100 die GOZ-Nr. 9130angesetzt werden, die Berechnung der GOZ-Nr. 9150 wäre dann nicht möglich.
• Für das Einbringen einer Membran (Barriere) kann keine Gebühr berechnet werden, da dies bereits Leistungsbestandteil der GOZ-Nr. 9100 ist.
• Die Entfernung des Osteosynthesematerials wird mit der GOZ-Nr. 9170 berechnet.
• Materialkosten gem. § 4 Abs. 3 GOZ, z. B Knochenschaber, Knochenkollektor, Osteosynthesematerial, atraumatisches Nahtmaterial

Andrea Zieringer