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Checkliste FLA, IP4 und IP5

Wann und wie oft können die BEMA-Nrn. FLA, IP4 abgerechnet werden? Um diese Frage beurteilen zu können, müssen nicht nur die Abrechnungsbestimmungen dieser BEMA-Nrn. berücksichtig werden, sondern z. B. auch die Behandlungsrichtlinien, Rechtsprechung und ggf. die Auffassung der einzelnen KZVen.

Mit nachfolgender Tabelle, erhalten Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen und Hintergründe zu diesem Thema.

BEMA-Nr. FLABEMA-Nr. FLABEMA-Nr. IP4BEMA-Nr. IP4


Kein erhöhtes KariesrisikoErhöhtes Kariesrisiko Kein erhöhtes KariesrisikoErhöhtes Kariesrisiko
Kinder 6.  – 33
Lebensmonat
2x je Kalenderhalbjahr 2x je Kalenderhalbjahr 1

Kinder 34. – 72. Lebensmonat
Nicht möglich, wenn kein erhöhtes Kariesrisiko besteht.

In Verbindung mit IP5 bei vorzeitigem Durchbruch der Zähen 16, 26, 36, 46
Die Fluoridierung muss nach der Fissurenversiegelung erfolen. 2
2x je Kalenderhalbjahr 1, 3
Kinder/Jugendliche
6 – 17jährig
1x je Kalenderhalbjahr Mindestabstand 6 Monate 4

2x je Kalenderhalbjahr 5

1 Gemäß Rechtsprechung (SG München, Az.: 21 KA 5210/15 vom 19.05.2016) haben zwei FLA-Leistungen in einem medizinisch sinnvollen Zeitabstand von ca. drei Monaten zu erfolgen. In der BEMA-Gebühr FLA ist der zeitliche Abstand nicht geregelt, das Urteil wird jedoch in der Regel von den KZVen umgesetzt, nähere Hinweise zum zeitlichen Abstand sind bei der zuständigen KZV einzuholen.

2 Auszug aus den Individualprophylaxe-Richtlinien
„C. Fissurenversiegelung
15. […] „Soweit eine Versiegelung im zeitlichen Zusammenhang mit Maßnahmen der lokalen Fluoridierung durchgeführt wird, muss die Versiegelung vor der Fluoridierung abgeschlossen sein.“

3 Auszug aus den Früherkennungsuntersuchungs-Richtlinien
„C. 10. Anwendung von Fluoridlack
Ab dem 34. Lebensmonat ist bei Kindern mit hohem Kariesrisiko ergänzend zu den oben genannten Maßnahmen die Anwendung von Fluoridlack zur Kariesvorbeugung angezeigt. Ein hohes Kariesrisiko wird durch die folgenden Werte für kariöse, wegen Karies entfernte und gefüllte Zähne angezeigt:
Alter bis:
- 3 Jahre: dmf-t > 0
- 4 Jahre: dmf-t > 2
- 5 Jahre: dmf-t > 4
- 6 Jahre: dmf-t > 5.
Für diese Kinder sollen die lokalen Fluoridanwendungen in regelmäßigen Abständen zweimal je Kalenderhalbjahr vorgenommen werden. Diese Maßnahmen sind auf die Fluoridierungsanwendungen in der Gruppenprophylaxe abzustimmen.

4 Auszug aus den Individualprophylaxe-Richtlinien
„B. 11. […] Die erste lokale Fluoridierung soll während der Motivationsphase innerhalb von vier Monaten nach der Prophylaxeuntersuchung durchgeführt werden. Die weiteren Fluoridierungen sollen in regelmäßigen Abständen von ca. sechs Monaten erfolgen.“

5  Bei erhöhtem Kariesrisiko kann laut Bema-Bestimmung bei Versicherten ab dem 6. Lebensjahr bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres die IP4 je Kalenderhalbjahr zweimal abgerechnet werden. Gemäß Rechtsprechung (SG München, Az.: 21 KA 5210/15 vom 19.05.2016) haben diese zwei IP4 Leistungen in einem medizinisch sinnvollen Zeitabstand von ca. drei Monaten zu erfolgen. In der BEMA-Gebühr IP4 ist der zeitliche Abstand nicht geregelt, das Urteil wird jedoch in der Regel von den KZVen umgesetzt, nähere Hinweise zum zeitlichen Abstand sind bei der zuständigen KZV einzuholen.

Andrea Zieringer