Abrechnung Zahnmedizin
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Besonderer Maßnahmen beim Präparieren

Besonderer Maßnahmen beim Präparieren oder Füllen werden im BEMA mit der Nr. 12 (bMF) so gut wie täglich abgerechnet. Umso wichtiger ist es deshalb, über die Abrechnungsmöglichkeiten dieser Leistungsnummer, die das Separieren, Beseitigen störenden Zahnfleisches, Anlegen von Spanngummi oder das Stillen einer übermäßigen Papillenblutung beinhaltet, gut informiert zu sein.

Berechnungshäufigkeit

Je Sitzung einmal je Kieferhälfte oder Frontzahnbereich.

Merke: Sobald ein Seitenzahn eines Kiefers betroffen ist, erfolgt die Berechnung immer je Kieferhälfte, handelt es sich ausschließlich um Frontzähne eines Kiefers erfolgt die Berechnung je Frontzahnbereich.

Die Abrechnung erfolgt in Verbindung mit folgenden Nummern

•  Füllungen (BEMA-Nrn. 13a-h)
•  Präparieren (BEMA-Nrn. 18, 20, 91)
•  Endodontische Maßnahmen (BEMA-Nrn. 27ff)
•  Fissurenversiegelung (BEMA-Nr. IP5)
•  Separieren in Verbindung mit KFO-Maßnahmen

Folgende Maßnahmen sind mit der BEMA-Nr. 12 (bMF) berechnungsfähig

Anlegen von Spanngummi
Das Anlegen eines Spanngummis dient zur absoluten Trockenlegung. Für den Ansatz der Berechnungshäufigkeit sind im BEMA nur die zu behandelnden Zähne ausschlaggebend, nicht jedoch die mit dem Spanngummi tatsächlich umfassten Zähne!

Separieren
Beim Separieren wird zwischen zwei nebeneinanderstehende Zähne vorsichtig ein Raum für die bessere Zugänglichkeit geschaffen, das kann z. B. mit Keilen, Streifen oder ähnlichen erfolgen.

Beseitigen störenden Zahnfleisches

In Verbindung mit einer Füllungstherapie kann es notwendig sein, störendes Zahnfleisch zu Verdrängen.
In Verbindung mit dem Präparieren kann die BEMA-Nr. 12 (bMF) dann berechnet werden, zum Zwecke für das Erkennen unter sich gehende Stellen zur Darstellung der Präparationsgrenze oder zur subgingivalen Stufenpräparation. Nicht möglich ist die Berechnung der BEMA-Nr. 12 jedoch nur für das Verdrängen von Zahnfleisch allein für die Abformung.
Das Durchtrennen von Zahnfleischfasern wird mit der BEMA-Nr. 49 (Exz1) abgerechnet.

Stillung einer übermäßigen Papillenblutung
Für Maßnahmen, die zur Stillung einer übermäßigen Papillenblutung in Verbindung mit dem Füllen oder Präparieren erforderlich sind.

Berechnung in Verbindung mit Mehrkosten bei Füllungstherapie gem. § 28 Abs. 2 SGB V

Die BEMA-Nr. 12 (bMF) kann immer dann in Verbindung mit Mehrkosten bei Füllungstherapie gemäß § 28 abs. 2 SGB V abgerechnet werden, wenn diese besonderen Maßnahmen auch für Füllungen nach den BEMA-Nrn. 13a-h notwendig gewesen wäre. Erfolgen zum Beispiel besondere Maßnahmen, die nur in Verbindung mit der Eingliederung einer Einlagefüllung notwendig sind, so erfolgt dafür die Berechnung gemäß GOZ-Nrn. 2030 oder 2040.

Berechnung in Verbindung mit Fissurenversiegelung

Erfolgt die Berechnung in Verbindung mit Maßnahmen gemäß der BEMA-Nr. IP5, so kann dafür die BEMA-Nr. 12 (bMF) angesetzt werden - für die Versiegelung der Zähne 16, 17, 26, 27, 36, 37, 46, 47. Anders verhält es sich, wenn andere Zähne versiegelt werden (z. B. Prämolaren) oder wenn es sich um eine Glattflächenversiegelung handelt, dann sind die besonderen Maßnahmen oder das Anlegen eines Spanngummis gemäß den GOZ-Nrn. 2030/2040 berechnungsfähig.

Andere besondere Maßnahmen als die in der Leistungsbeschreibung aufgeführt 

Ausschließlich Maßnahmen, die in der Leistungsbeschreibung aufgeführt sind, können als BEMA-Nr. 12 (bMF) berechnet werden. Andere besondere Maßnahmen (z. B. Kariesdetektors) sind gem. GOZ abrechnungsfähig (Kariesdetektor = Analogleistung gem. § 6 Abs. 1 GOZ).

Andrea Zieringer