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Änderung der Arzneimittelverordnung (AMVV) zum 01.11.2020

Ab dem 01.11.2020 ist der Zahnarzt verpflichtet, für jedes verschreibungspflichtige Fertigarzneimittel eine Dosierungsanweisung auf der Arzneimittelverordnung („Rezept“) anzugeben.

Ausnahme – eine Dosierungsanweisung muss nur dann nicht angegeben werden:

  • wenn der Patient einen Medikationsplan mit schriftlicher Dosierungsanweisung besitzt und der Zahnarzt dies auf der Verordnung am Ende der Verordnungszeile mit dem Hinweis „Dj“  kenntlich macht,
  • das Arzneimittel direkt von der verordnenden Person verbreicht wird.

Bei fehlender Dosierungsangabe kann die Krankenkasse eine Erstattung gegenüber dem Apotheker ggf. verweigern (Retaxationsgrund), das hat zur Folge, dass Apotheken die Verordnungen ohne notwendige Dosierungsangaben möglicherweise nicht akzeptieren und dadurch ein erhöhter Verwaltungsaufwand sowohl für die Zahnarztpraxis als auch für die Apotheke entsteht.

Fazit:

  • Eine Dosierungsangabe ist auf der Verordnung ab sofort anzugeben.
  • Evtl. sind entsprechende Textbausteine, die zur Ausstellung einer Verordnung verwendet werden, zu ändern.


§ 2 Abs. 1 AMVV regelt den Inhalt einer Verschreibung:

㤠2 (1) Die Verschreibung muss enthalten:

1.    Name, Vorname, Berufsbezeichnung und Anschrift der Praxis oder der Klinik der verschreibenden ärztlichen, tierärztlichen oder zahnärztlichen Person (verschreibende Person) einschließlich einer Telefonnummer zur Kontaktaufnahme,
2.    Datum der Ausfertigung,
3.    Name und Geburtsdatum der Person, für die das Arzneimittel bestimmt ist,
4.    Bezeichnung des Fertigarzneimittels oder des Wirkstoffes einschließlich der Stärke,
4a    bei einem Arzneimittel, das in der Apotheke hergestellt werden soll, die Zusammensetzung nach Art
und Menge oder die Bezeichnung des Fertigarzneimittels, von dem eine Teilmenge abgegeben werden soll, sowie eine Gebrauchsanweisung; einer Gebrauchsanweisung bedarf es nicht, wenn das Arzneimittel unmittelbar an die verschreibende Person abgegeben wird;
5.    Darreichungsform, sofern dazu die Bezeichnung nach Nummer 4 oder Nummer 4a nicht eindeutig ist,
6.    abzugebende Menge des verschriebenen Arzneimittels,
6a.    sofern das Arzneimittel zur wiederholten Abgabe auf dieselbe Verschreibung bestimmt sein soll, einen Vermerk mit der Anzahl der Wiederholungen,
7.     die Dosierung; dies gilt nicht, wenn dem Patienten ein Medikationsplan, der das verschriebene Arzneimittel umfasst, oder eine entsprechende schriftliche Dosierungsanweisung einer verschreibenden Person vorliegt und wenn die verschreibende Person dies in der Verschreibung kenntlich gemacht hat oder wenn das verschriebene Arzneimittel unmittelbar an die verschreibende Person abgegeben wird,
8.     Gültigkeitsdauer der Verschreibung,
9.     bei tierärztlichen Verschreibungen zusätzlich
        a) die Dosierung pro Tier und Tag,
        b) die Dauer der Anwendung und
        c) sofern das Arzneimittel zur Anwendung bei Tieren verschrieben wird, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen, die Indikation und die Wartezeit, sowie anstelle der Angaben nach Nummer 3 der Name des Tierhalters und Zahl und Art der Tiere, bei denen das Arzneimittel angewendet werden soll, sowie bei Verschreibungen für Tiere, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen, die Identität der Tiere,
10.    die eigenhändige Unterschrift der verschreibenden Person oder, bei Verschreibungen in elektronischer Form, deren qualifizierte elektronische Signatur.“

_________________________________
„Dj“ = Dosierungsanweisung vorhanden: ja


Andrea Zieringer