Abrechnung Zahnmedizin
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In 3 Schritten zur richtigen Abrechnung der digitalen Volumentomografie

Die digitale Volumentomographie (DVT) erlaubt eine detailgenaue, dreidimensionale Röntgendiagnostik, die auch in der Zahnmedizin genutzt wird. Der Einsatz in der Praxis und die Abrechnung dieser Leistung sind an mehrere Voraussetzungen gebunden. Die GOZ beinhaltet keine Gebühr für eine DVT, sodass für die Berechnung gemäß § 6 Abs. 2 GOZ auf die GOÄ zugegriffen werden kann.

GOÄ-Nr.Leistungsbeschreibung/AbrechnungsbestimmungPunktzahl/€
5370Computergesteuerte Tomographie im Kopfbereich - gegebenenfalls einschließlich des kranio-zervikalen Übergangs
  • zzgl. Ä5377 Zuschlag für computergesteuerte Analyse


Abrechnungsbestimmung:
Keine    

 

Punktzahl
2000

€-Betrag
1,0 = 116,57
1,8 = 209,83
2,5 = 291,43

Hinweis:Mit der GOÄ-Nr. 5370 ist die Anfertigung der DVT, die Befundaufnahme, die Beurteilung, die Befundmitteilungen oder ein einfacher Befundbericht, die Kosten für das Filmmaterial, die Dokumentation und die Aufbewahrung der Datenträger abgegolten.

Steigerungsfaktor

Strahlendiagnostik (Teil O, GOÄ) können gem. GOÄ § 5 Abs. 3 lediglich zwischen 1,0 und dem 2,5-fachen Gebührensatz berechnet werden („reduzierter Gebührenrahmen“). Bis Faktor 1,8 ist keine Begründung notwendig, über Faktor 1,8 bis einschl. Faktor 2,5 ist eine Begründung erforderlich. Eine abweichende Vereinbarung (über Faktor 2,5) ist gemäß § 2 Abs. 3 GOÄ nicht möglich.


Zuschlag gem. GOÄ-Nr. 5377 zusätzlich berechenbar

GOÄ-Nr.Leistungsbeschreibung/AbrechnungsbestimmungPunktzahl/€
5377Zuschlag für computergesteuerte Analyse – einschließlich speziell nachfolgender 3D-Rekonstruktion

Abrechnungsbestimmung:
Der Zuschlag nach Nummer 5377 ist nur mit dem einfachen Gebührensatz berechnungsfähig.    

Punktzahl
800

€-Betrag
1,0 = 46,63

Hinweis:Die Berechnung der GOÄ-Nrn. 5370 und 5370 sind nur unter folgenden Voraussetzungen berechnungsfähig:
Nur wenn der Zahnarzt einen DVT-Fachkundenachweis und ein DVT-Gerät besitzt ist die Berechnung der GOÄ-Nr. 5370 und 5377 möglich.

Die Berechnung ist nicht möglich:
Zahnarzt ohne DVT-Fachkundenachweis:
Zahnarzt mit DVT-Fachkundenachweis, jedoch ohne DVT-Gerät

GOÄ-Nr. 5370 - Auszug aus dem GOÄ-Kommentar der BZÄK, Stand März 2017

„Die Bundeszahnärztekammer empfiehlt die Abrechnung der Digitalen Volumentomographie im Kopfbereich originär nach der GOÄ Nr. 5370. Die Bundesärztekammer empfiehlt die analoge Berechnung nach der gleichen Gebührennummer. (Beschluss Vorstand BÄK vom 20.05.2012).

Positionspapier des Ausschusses für Gebührenrecht der Bundeszahnärztekammer (09/2015), www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/goz/pos/Pos_DVT.pdf

Der Zahnarzt mit DVT-Fachkunde-Nachweis und DVT-Gerät berechnet für die Anfertigung und Befundung einer DVT-Aufnahme die GOÄ Nummer 5370. Die anschließende computergesteuerte Analyse mit einer 3-D-Rekonstruktion wird nach der Zuschlagsnummer GOÄ 5377 berechnet.

Der Zahnarzt ohne DVT-Fachkunde-Nachweis darf weder eine rechtfertigende Indikation zur DVT-Aufnahme stellen, noch darf er eine solche Aufnahme befunden. Eine Berechnungsmöglichkeit ergibt sich somit nicht.

Der Zahnarzt mit DVT-Fachkunde-Nachweis aber ohne DVT-Gerät kann für eine andernorts angefertigte DVT-Aufnahme keine Gebühr berechnen, da die Befundung zwingender Bestandteil der Röntgenuntersuchung ist.

Eine Trennung zwischen technischer Anfertigung einer DVT- Aufnahme und ihrer Befundung ist gebührenrechtlich
nicht gestattet. In diesem Fall ist auch die anschließende computergesteuerte Analyse mit einer 3-D-Rekonstruktion nach der Zuschlags Nummer GOA 5377 nicht berechnungsfähig, da sie als Zuschlagsposition nur in Verbindung mit der GOA 5370 angesetzt werden kann. Aus demselben Grund scheidet die Heranziehung der GOA 5377 als Analogleistung nach § 6 Abs. 1 der GOZ aus.

Für den Fall der DVT-Aufnahme durch einen Zahnarzt mit Fachkunde für einen Zahnarzt ohne DVT-Gerät
aber mit Fachkunde kann sich die Schwierigkeit einer Kostenaufteilung ergeben. Hierfür gibt die GOA keine gebührenrechtlich unangreifbare Handhabe.“


GOÄ-Nr. 5377 - Auszug aus dem GOÄ-Kommentar der BZÄK, Stand März 2017

„Die GOÄ Nr. 5377 kann nur von dem die DVT erstellenden Behandler berechnet werden. Eine Berechnung für die Analyse einer Fremdaufnahme ist nicht möglich, auch wenn eine DVT-Fachkunde vorliegt.“

Andrea Zieringer