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GOZ Kommentar der BZÄK Dezember 2016

Übersicht über die vorgenommenen Änderung der Bundeszahnärztekammer zum GOZ Kommentar. (Stand Dezember 2016)

Ergänzungen und Änderungen des Kommentars zur GOZ

(Stand: Dezember 2016)

 

Im Dezember 2016 hat die Bundeszahnärztekammer den Kommentar zur GOZ ergänzt. Im Nachfolgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten Änderungen vor.

Den ausführlichen Kommentar der BZÄK, Dezember 2016 finden Sie hier.

Die BZÄK Analogen Leistungen, Dezember 2016 finden Sie hier.

GOZ-Nr.BearbeitungsvermerkBetreffSeite

GOZ-Nr. 2270 - Provisorium im direkten Verfahren mit Abformung

Text ersetzt

Kommentar zur Leistungsbeschreibung (letzter Satz - Spalte links unten bis rechts oben) ... Die einfache Ausarbeitung erfüllt nicht die Voraussetzungen einer Berechnung nach § 9 GOZ. ...

Ersetzt durch: Die Gebühren-Nummern beschreiben Provisorien im direkten Verfahren, d. h., die einfache Ausarbeitung ist bereits Leistungsbestandteil und nicht gesondert berechnungsfähig. Für zahntechnische Leistungen, die nicht mit der Vergütung für die vorstehenden Gebührennummern abgegolten sind, besteht Anspruch auf Auslagenersatz gemäß § 9 GOZ. Beispielhaft ist die Tiefziehschiene zur Schaffung einer Hohlform zu nennen oder Form-Oberflächenveränderungen des Provisoriums aus funktionellen, prothetischen oder gnathologischen Gründen.

87

Die BZÄK stellt klar:

  • die einfache Ausarbeitung ist bereits Leistungsbestandteil der GOZ-Nr. 2270
  • darüber hinausgehende Maßnahmen können gesondert gem. § 9 GOZ berechnet werden (z. B. Tiefziehschiene als Formteil, Formveränderung aus funktionellen, prothetischen oder gnathologischen Gründen). 


Hinweis:

  • Bei Berechnung von zahntechnischen Leistungen gem. § 9 muss eine genaue Dokumentation erfolgen. Das kann z. B. auch eine Zahnumstellung-, Zahnumformung usw. sein.

GOZ-Nr. 2310 - Wiedereingliederung einer Einlagefüllung, einer Teilkrone, eines Veneers oder einer Krone oder Wiederherstellung einer Verblendschale an herausnehmbarem Zahnersatz

Text ersetzt

Kommentar zur Leistungsbeschreibung (3. Absatz): Die der Wiedereingliederung vorausgehende einfache Reinigung, Desinfektion und relative Trocknung des Zahnes und des zahntechnischen Werkstücks im Bereich der Zementkontaktflächen sowie die Entfernung aller Zement- bzw. Kleberüberschüsse und eine einfache Okklusionskontrolle sind Bestandteil der Leistung.

Ersetzt durch: Die der Wiedereingliederung vorausgehende einfache Reinigung des präparierten Zahnstumpfes und des zahntechnischen Werkstückes, die Desinfektion und relative Trocknung des Zahnes und des zahntechnischen Werkstücks im Bereich der Zementkontaktflächen sowie die Entfernung aller Zement- bzw. Kleberüberschüsse und eine einfache Okklusionskontrolle sind Bestandteil der Leistung.

90
GOZ-Nr. 2310 - Wiedereingliederung einer Einlagefüllung, einer Teilkrone, eines Veneers oder einer Krone oder Wiederherstellung einer Verblendschale an herausnehmbarem Zahnersatz gestrichen Zusätzlich berechnungsfähige Leistungen (4. Spiegelstrich): - Prothesenreinigung 90

Die BZÄK stellt klar:

Dass die GOZ-Nr. 2310 nicht nur die einfache Reinigung/Desinfektion des Werkstückes, sondern auch die einfache Reinigung des Zahnstumpfes umfasst. 


Hinweis:

Wiederherstellungsmaßnahmen am vorhandenen Zahnersatz sind nicht mit der GOZ-Nr. 2310 abgegolten, sondern sind weiterhin gesondert berechnungsfähig.

GOZ-Nr. 2320 - Wiederherstellung einer Krone

geändert und ergänzt

Zusätzlich berechnungsfähige Leistungen, 5. Spiegelstrich: - Kronenreinigung/-wiederherstellung

wird geändert in: - Kronenwiederherstellung gestrichen wird: Prothesenreinigung

 

91

Die BZÄK stellt klar:

Die Wiederherstellung der Krone ist als zahntechnische Leistung gem. § 9 GOZ zusätzlich berechnungsfähig.  

GOZ-Nr. 5150 - Adhäsivbrücke, erste Spanne

Satz gestrichen

Kommentar zur Leistungsbeschreibung (5. Absatz, 2. Satz): Die Nummern 5150, 5160 sind auch berechnungsfähig für temporäre Versorgungen, z. B. während der Ausheilung von Extraktionswunden oder während der Einheilung von Implantaten, da der Begriff „Versorgung“ nicht auf eine endgültige Zahnersatzform abstellt. Die Berechnungsfähigkeit der Nummern 5150, 5160 setzt keine Mindesttragedauer voraus.

 

176

Die BZÄK stellt klar:

Nicht als temporäre Versorgung berechnungsfähig, z. B. Heilungsphase nach Extraktion


Hinweis:

Abgrenzung zu den GOZ-Nrn. 5120 - Provisorische Brücke im direkten Verfahren mit Abformung ff., 7080 - Versorgung eines Kiefers mit einem festsitzenden laborgefertigtem Provisorium ff.

  • Tragedauer bis zu drei Monaten können die GOZ-Nrn. 5120, 5140
  • Tragedauer über drei Monaten können die GOZ-Nrn. 7080, 7090

unter Berücksichtigung der Abrechnungsbestimmungen angesetzt werden.

GOZ-Nr. 7030

- Wiederherstellung der Funktion eines Aufbissbehelfs

ergänzt

aufzunehmen unter „zusätzlich berechnungsfähige Leistungen“: - Wiederherstellung der Funktion eines Aufbissbehelfs GOZ 7030

 

237

 GOZ-Nr. 7080

- Versorgung eines Kiefers mit einem festsitzenden laborgefertigten Provisorium im indirekten Verfahren.

ergänzt

Kommentar zur Leistungsbeschreibung (rechte Spalte, nach dem 4. Absatz wird folgender Satz angefügt): … Die Leistung kann jedoch auch ohne Vorpräparation, z. B. nach Abnahme einer vorhandenen Kronen- und/oder Brückenversorgung berechnet werden

ergänzt durch: Die Leistung ist auch berechnungsfähig für eine in Adhäsivtechnik befestigtes Brücke (Marylandbrücke) zur temporären Versorgung, z. B. während der Ausheilung von Extraktionswunden oder während der Einheilung von Implantaten.

 

242

GOZ-Nr. 7090

- Versorgung eines Kiefers mit einem laborgefertigten Provisorium im indirekten Verfahren, je Brückenglied

ergänzt

Kommentar zur Leistungsbeschreibung (rechte Spalte nach dem 1. Satz im 2. Absatz): Bei einer provisorischen Brücke nach den Nummern 7080 und 7090 muss es sich um ein festsitzendes Provisorium handeln, das im zahntechnischen Labor gefertigt worden ist.

ergänzt durch: Die Leistung ist auch berechnungsfähig für ein in Adhäsivtechnik befestigtes Brückenglied (Marylandbrücke) zur temporären Versorgung, z. B. während der Ausheilung von Extraktionswunden oder während der Einheilung von Implantaten.

dann weiter: Sie kann nur berechnet werden, wenn ...

244

Die BZÄK stellt klar:

Wird eine Marylandbrücke als temporäre Versorgung eingegliedert, sind dafür nicht die GOZ-Nr. 5150 ff., sondern die GOZ-Nrn. 7080 ff. abrechnungsfähig.

Kommentierungen Chefredakteurin Andrea Zieringer